
Notizen aus der Warteschleife. Folge 104: Wenn man es sich schon vorstellt.
Es passiert leise. Fast unbemerkt. Irgendwo zwischen dem Ende eines Gesprächs und dem nächsten Morgen fangen die Gedanken an zu planen. Ein Bild entsteht. Noch

Es passiert leise. Fast unbemerkt. Irgendwo zwischen dem Ende eines Gesprächs und dem nächsten Morgen fangen die Gedanken an zu planen. Ein Bild entsteht. Noch

Es gibt diesen Moment, in dem man alles getan hat, was man tun konnte. Man hat sich vorbereitet. Man hat nachgedacht. Man hat geliefert. Sicher

Über Kompetenz lässt sich leicht sprechen. Man kann sie auflisten, strukturieren, mit Tools und Methoden und Erfolgen belegen. Programme, Projekte, Zuständigkeiten. Alles sauber sortiert, gut

Beitrag 100 war so etwas wie ein gedanklicher Schlusspunkt. Nicht, weil etwas zu Ende ist, sondern weil man manchmal merkt, dass ein Kapitel vollständig erzählt

Die Zahlen des Tages:776 Tage arbeitslos.374 Bewerbungen.371 Absagen, davon ca. 40 Ghostings.156 Beiträge bei LinkedIn.100 mal: Notizen aus der Warteschleife. Also: Hier der 100. Wenn

Die mit dem „Anlauf nehmen“ möchte ich hier gerne nochmal aufnehmen. In einer Welt, die auf Highspeed programmiert ist, wirken zwei Jahre Pause oft wie

In einer Welt, die das Hamsterrad zum Lebensraum erklärt hat, gilt eine zweijährige Abwesenheit vom Büro-Alltag oft als eine Art zivilisatorischer Totalschaden. Man wird beäugt

Haben Sie sich heute auch schon durch ein Meeting „agiliert“ oder eine „Synergie gehoben“? Es ist Mittwoch, die Woche nach den Osterfeiertagen ist schon wieder

Was lässt sich im Bewerbungsalltag besser machen? Wie lässt sich der Stau aus 100+ Bewerbungen auflösen, ohne die Menschlichkeit an der Garderobe abzugeben? Wenn auf

Stellen wir uns, rein als geistiges (aber ernstgemeintes) Amüsement zwischen zwei Tassen zu starkem Kaffee, eine kleine, aber wirkungsvolle Umstellung am Recruiting-System vor. Was wäre,

In ein paar Stunden ist Freitagnachmittag, Feierabend, Wochenende. In den facharbeitersuchenden Unternehmen und Agenturen wird das Licht gelöscht, die Computer werden hinuntergefahren. Aber vorher hat

Nachdem ich meinen letzten Beitrag geposted hatte, kam mir folgende Frage in den Sinn: „Was sollen die Recruiter denn dann machen, wenn mehrere hundert Bewerbungen

Ich habe in den letzten zwei Jahren sehr viele Stellenanzeigen gelesen. Viel zu. Viele. So viele, dass ich inzwischen glaube, man könnte daraus ein neues

Es gibt eine Sache, die Unternehmen im Moment erstaunlich gelassen übersehen. Zeit und Zukunft. Der Arbeitsmarkt wirkt gerade so, als wäre er in Stein gemeißelt.

Es gibt eine stille Übereinkunft auf dem Arbeitsmarkt.Niemand hat sie je ausgesprochen, aber alle handeln danach.Unternehmen tun so, als suchten sie händeringend.Bewerber 50+ tun so,

Es gibt Stellenanzeigen, die beginnen mit dem Satz: „Wir suchen kreative Köpfe.“ Das ist bemerkenswert. Denn im weiteren Verlauf der Anzeige stellt sich heraus, dass

Kafka hat Gregor Samsa ins Käferdasein verwandelt. Ich beginne zu glauben, dass er vorher mindestens 2 Jahre auf Jobsuche war. Vielleicht ist meine wahre Verwandlung

Ich wache auf.Musik an.Kaffee. Computer an.Mails checken.Bewerbungen schreiben.Absagen.Ghosting.Wiederhole die Wiederholungen.Murmeltier. Zwei Jahre genau so. Ich beginne mich zu fragen, ob ich überhaupt noch Mensch bin

Während ich äußerlich noch versuche, die Beine zu sortieren, um den nächsten „Karriere-Zug“ zu erreichen, wachsen mir eigentlich schon Flügel. Noch etwas Straußenartig, aber immerhin

Kennt Ihr das Gefühl, in einem Film festzustecken, dessen Drehbuch ein Sadist geschrieben hat? Ich befinde mich derzeit in einer bizarren Kreuzung aus zwei Klassikern:

Jubiläen sind auch Momente der Bilanz. Man feiert nicht. Das wäre unangemessen. Man hadert nicht mehr; das wurde bereits gründlich erledigt, in jenen stillen Nächten

Zwei Jahre arbeitslos. 24 Monate „Open To Work“ wie es hier so schon heißt. 370 Tage „arbeitssuchend“. Ein Begriff, der so tut, als liege die

… es geht weiter: Akt 3: Die Post-Dramatik des großen Schweigens Das Stück endet nicht mit einer Verbeugung, sondern mit dem „Ghosting“. Einer Form der

Man muss sich die moderne Jobsuche als ein absurdes Kammerspiel vorstellen, das in einem baufälligen Zirkuszelt stattfindet, während draußen die Apokalypse leise gegen die Planen

„Du musst den verdeckten Arbeitsmarkt anzapfen! 70 % der Stellen werden nie ausgeschrieben!“ Wenn man lange genug arbeitslos ist, wird einem dieser Rat wie ein

Wie sähe demnach ein Staat aus, der Eigenverantwortung wirklich will. Man hört es derzeit in fast jeder Talkshow: Wir sollen alle mehr arbeiten, länger arbeiten,

Irgendwann musste ich feststellen, dass ich mit 61 keinen Job mehr finden werde. Aber was tun? Am 01. März 2026 sind es 2 Jahre. 18

Ich frage mich manchmal, ob wir gerade dabei sind, eine der merkwürdigsten Dienstleistungen der Menschheitsgeschichte einzuführen: das Denken als digitalen Service. Wir delegieren Erinnerung an

Mit 61 habe ich eine neue berufliche Kategorie erreicht: „Zu jung für die Rente, zu alt für die Fantasie der Personalabteilungen.“ Der Arbeitsmarkt ruft zwar

Liest man in irgendwelchen Studien. In Wahlprogrammen. Hört man in Reden von irgendwelchen Politikern. Man müsse die Lebensarbeitszeit verlängern, die Menschen aktivieren, die Potenziale heben.

Man hört es dieser Tage oft aus Berlin: Wir müssten „alle wieder mehr arbeiten“ für unseren Wohlstand. Wir seien zu bequem und zu faul geworden,

Mein Lebenslauf hat ein paar Lücken. In der Welt der Personalabteilung werden diese behandelt wie Saucen- und Rotweinflcke auf einer weißen Tischdecke. Man starrt gebannt

Heute ist mein 75. Beitrag aus der Reihe „Notizen aus der Warteschleife“ . Ungeplantes Jubiläum! Konfetti aus Absageschreiben. In der Zeit, in der ich hier

Es gibt Tage, an denen ich mich frage, ob ich mich eigentlich bewerbe, oder ob ich an einer bundesweiten Casting-Show teilnehme, bei der mir aber

Der Tatendrang ist das eigentliche Problem. Nicht das Bürgergeld. Nicht das Alter. Der Tatendrang ist wie ein Hund, der seit zwei Jahren an der Leine

Eigentlich ist es ein physikalisches Wunder: Man verbringt über zwei Jahrzehnte damit, Kompetenz aufzubauen, Projekte zu stemmen und gestalterische Schlachten zu schlagen. Nur um am

Unser Gehirn ist eine Urteilsmaschine. In wenigen Sekunden bilden wir uns eine Meinung. Über Menschen, über Designs, über Bewerbungen. Ein positiver erster Eindruck färbt auf

Ich habe gestern wieder einen Lebenslauf verschickt. Mit ordentlich sortierten Stationen, reduziert, fokussiert. Mit sauber formulierten Skills und möglichst wenig Persönlichkeit. Parallel dazu: habe ich

Er war die ganze Zeit da. Nur leider nicht dort, wo alle gesagt haben. Er ist nicht in Netzwerken. Nicht in Events. Nicht in geheimen

Als gäbe es irgendwo einen Ort, an dem ein Großteil aller offenen Stellen verdeckt liegen und nur darauf warten, aufgedeckt zu werden. Ich habe gesucht.

Ich bin seit einer Weile auf der Suche. Nicht nur nach den üblichen Jobangeboten. Nein, ich bin auf der Jagd nach dem großen, mystischen, legendären

22 Monate arbeitssuchend.4 Monate Bürgergeld.300+ Bewerbungen.299+ Absagen.Eine Antwort fehlt noch. Vielleicht ist sie auf dem Postweg. Oder in einem Paralleluniversum. Der Rest: Funkstille. Das Ghosting

Jetzt sind wir also ins neue Jahr gestertet. Und es beginnt noch chaotischer als 2025 zu Ende gegangen ist. 2026 beginnt in einer Welt, die

Spezialisierung kann manchmal wichtig sein. Aber sie ist nicht alles. Viele Unternehmen suchen Menschen, die eine einzige Sache perfekt können. Das ist effizient gedacht. Zumindest

Ich bin mit bemerkenswerter Ziellosigkeit ins neue Jahr gestartet. Kein Vorsatz, kein Mantra, kein inneres Whiteboard. Stattdessen: ein paar längere Spaziergänge, ein neues Bild, viele

Es geht also wieder los. Ein neues Jahr. 2026 ist also jetzt da. Und schon sorgt es wieder für erschreckende Schlagzeilen: In der Schweiz sterben

Es ist kurz vor Weihnachten und Sylvester. Und 2026 kommt höchstwahrscheinlich auch. Wer ist eigentlich noch nicht im Urlaub? Wer treibt sich hier noch rum?

Jahresrückblick 2025, Teil 3 von 3. Am Ende eines Jahres bleibt selten das, was man geplant hat. Es bleiben Sätze, Texte. Gedanken. Einige Umwege, die

Jahresrückblick 2025, Teil 2 von 3. 2025 war kein wirklich schlechtes Jahr für den Arbeitsmarkt. Aber ein widersprüchliches. Es wurde eingestellt, entlassen, transformiert, automatisiert, restrukturiert.

Jahresrückblick 2025, Teil 1 von 3. Ich habe dieses Jahr 112 Artikel auf LinkedIn veröffentlicht (58 davon als Notizen aus der Warteschleife). Nicht, weil mir

Manchmal habe ich das Gefühl, Unternehmen behandeln Wertschätzung wie eine exotische Delikatesse: „So, heute gibt’s ausnahmsweise mal ein bisschen Lob? Aber nur ein kleines Häppchen

Gute Teams brauchen Unterschiede. Keine Kopien. Manchmal lese ich diese Stellenanzeigen, in denen steht: „Wir suchen ein homogenes, perfekt eingespieltes Team. Jung und dynamisch“ Und

Es gibt Wesen, über die man in Unternehmen nur ängstlich hinter vorgehaltener Hand raunt. Sie tauchen in Bewerbungen auf wie seltene Tiere: Irritierend. Majestätisch. Irgendwie

Es gibt im deutschen Recruiting ein mysteriöses Wesen, um das sich Mythen, Legenden und leises Unbehagen ranken: den Quereinsteiger. Ein Mensch, der es wagt,– festhalten

Jetzt, wo das Jahr langsam auseinanderbröselt wie ein überbackener Spekulatius, wird es Zeit für eine kleine Jahresend-Beichte: Ich habe 2025 mehr Bewerbungen geschrieben als Plätzchen

Mit 28 dachte ich, Tempo wäre alles. Schneller liefern, schneller lernen, schneller reagieren. Hauptsache vorne dabei. Hauptsache busy. Heute weiß ich: Geschwindigkeit ist überschätzt. Präzision

Qualität ist die Kunst, Fehler zu erkennen, bevor sie passieren und das steht in keiner Stellenanzeige. Immer öfter wird Qualität mit Geschwindigkeit verwechselt.„Brauchen wir bis

Es gibt Momente, da habe ich das Gefühl, wir verwechseln Werkzeug und Wunder. Da wird die KI gestartet wie der Kaffeeautomat: Knopf drücken, warten, hoffen,

Letzten Freitag habe ich plakatiert: „Zu alt? Nein. Falsch eingeschätzt!“ Und jetzt lässt mich eine Frage nicht los:Warum ist das Alter in Bewerbungsprozessen eigentlich ein

In den vergangenen Monaten musste ich leider feststellen, dass ich anscheinend zu einer seltenen Spezies gehöre:Ich bin 61 und… noch da. (Sorry, dass ich noch

Das 100. Jubiläum ist abgefeiert. Hier also Post 101 in 2025 und gleichzeitig „Notizen aus der Warteschleife. Folge 47. Es gibt Menschen, die sammeln Kronkorken,

Es gibt Momente, da merkt man, trotz anhaltender Jobsuche, dass man eigentlich etwas anderes sucht. Dazu ein paar Gedanken im Post Nr. 100 hier auf

Vor 20 Monaten hätte ich meinen Lebenslauf runterbeten können. Heute könnte ich dir eine Anthologie der kreativsten Absagen schreiben. Über 200 an der Zahl. Mein

Seit ich dem Bewerbungszirkus gekündigt habe, ist erstaunlich wenig passiert. Keine Anrufe, keine Blumen, keine tränenreichen Abschiedsreden von Personalabteilungen. Nicht einmal ein „Bleib doch, wir

Nach 20 Monaten und über 300 Bewerbungen weiß ich jetzt: Das deutsche Bewerbungswesen ist kein Prozess, es ist ein Escape Room ohne Eingang oder Ausgang.

Erfahrung ist wunderbar. Sie gibt Sicherheit, Überblick, Gelassenheit. Sie weiß, was funktioniert und was man sich sparen kann. Aber Erfahrung allein ist kein Kompass. Ohne

KI kann alles erklären. Nur nicht, warum es uns noch gibt. Wir leben in einer Zeit, in der Wissen jederzeit verfügbar ist, aber Denken zunehmend

Ich denke nicht. Ich verarbeite. Ich kann Sätze bauen, Wörter sortieren, Informationen verknüpfen. Ich erkenne Muster – aber nicht Bedeutung. Ich verstehe Syntax – aber

Denken ausdrücklich erwünscht. Ich habe nichts gegen KI. Sie kann sortieren, erkennen, vorschlagen, schreiben. Und sie ist schnell. Manchmal sogar beeindruckend gut. Aber Denken? Das

Die Systeme sind aktuell. Alle Tools auf dem neuesten Stand. Die Filter scharf gestellt. Nur eins scheint immer seltener ein Update zu bekommen: der Mensch

Wir leben in einer Welt. In der alles schneller wird und weiter werden soll. Meetings, Projekte, Bewerbungsprozesse mit ATS. Sogar Gedanken. Doch während alle auf

Warum Erfahrung kein Rückspiegel ist, sondern das bessere Navigationssystem Wem gehört also die Zukunft?. Ich finde: Sie gehört denen, die bereit sind zu lernen, egal

Seit meinem letzten Post („61 ist das neue 44“) bekam ich viele nette Nachrichten. Einige fragten, ob ich das ernst oder wie ich das meine.

Neulich las ich, dass Bewerber ab 45 schon als „zu alt“ gelten.Ich musste lachen (kopfschüttel). Denn wenn 45 schon „zu alt“ ist – was bin

Ich stelle mich gerne als Projektmanager und Mediengestalter ein. Nicht, weil ich jeden Sturm bändigen kann, sondern weil ich gelernt habe, bei Windstärke zwölf freundlich

Montagmorgen wollte ich eine Bewerbung schreiben. Die Bewerbung schrieb zurück: „Bitte nicht schon wieder ins digitale Nirwana! Ich will diesmal auch gelesen werden.“ Ich versprach

Manchmal braucht es nur ein gutes Gespräch. Eines, das nicht nach Checkliste abläuft, sondern nach Menschlichkeit. Ich hatte kürzlich genau so ein Gespräch – offen,

Man schleicht durch die Steppe der Jobbörsen, wei ein orientierungsloser Steppenwolf, immer auf der Suche nach seltenen Sichtungen: einer Stelle, die nicht nur interessant klingt,

Deadlines, Kalender, To-do-Listen – sie alle suggerieren, dass Zeit eine Linie ist, streng und unnachgiebig. Dabei ist sie eher ein Tanz: mal langsam, mal hektisch,

Manche Menschen glauben, Vorbereitung sei langweilig. Excel-Tabellen, Checklisten, Post-its in allen Farben – das klingt nicht gerade nach Rock ’n’ Roll. Aber ich sage: Ohne

Das klingt einfach, ist aber eine Idee, die man bewusst leben muss. Für mich heißt das: nicht an alten Routinen festzuhalten, sondern neugierig zu bleiben.

Ich habe also morgen Geburtstag. Sag aber nicht wie alt ich werde. Kleiner Tipp, Quersumme ist 7 und nein es ist nicht die 16. Meinen

Der Türsteher (alias Arbeitsmarkt) bleibt wortkarg. Mal passt das Outfit angeblich nicht, mal die Stimmung, mal ist es einfach „schon voll“. Manchmal gibt’s sogar gar

Ich bekomme sie regelmäßig. Sie sind so höflich wie ein gelangweilter Fahrkartenkontrolleur und so informativ wie ein leerer Zettel: „Leider hat es nicht gepasst …,

… der Projekte nicht nur verwaltet, sondern lebendig macht. … der mehr Erfahrung hat als „jung, dynamisch und belastbar“ zusammen. … der Gestaltung nicht als

Absagen sind wie Mückenstiche: lästig, manchmal schmerzhaft, aber selten lebensbedrohlich. Man könnte sich ständig kratzen – oder einfach weitergehen. Und ich gehe einfach immer weiter.

Ich bekomme sie leider regelmäßig. Sie sind kurz, sachlich, emotionslos. Fast schon poetisch in ihrer traurigen Kargheit. „Leider müssen wir Ihnen mitteilen …“ – und

Nach meinem kleinen Resümee ist klar: Stillstand gibt es nicht. Ich will weiter, ich will wirken. Darum ganz direkt an euch, wer immer hier mitliest:

Man könnte sagen: Arbeitslosigkeit ist langweiliges Chaos. Ich sage: Es ist ein Projekt. Mit klaren Meilensteinen (z. B.: Anschreiben ausgearbeitet, Bewerbung abgeschickt, …), unklaren Stakeholdern

Ganz einfach: Es geht weiter. Aber nicht mehr nach Schema F. Ich habe gelernt: Wer immer nur brav Bewerbungen schreibt, bekommt vor allem brav Absagen.

18 Monate ohne Job – höchste Zeit für eine Zwischenbilanz. Kennzahlen (inoffiziell): Bewerbungen verschickt: 225+ Ghostings: viele Standardabsagen: viel zu viele Zusagen: keine (bis jetzt)

Weiter geht’s mit den etwas anderen Innenbetrachtungen zur aktuellen Lage, 2. Teil: Eine neue Idee muss her. Noch nicht gedachte Gedanken. Was wurde noch nicht

Jetzt kommt auch noch der Literat in mir durch. Innenbetrachtungen zur aktuellen Lage, 1. Teil: An einem dieser Tage, an denen die Zeit stillzustehen scheint,

Offizieller Titel: arbeitslos. Inoffizieller Titel: Allround-Generalist des modernen Lebens. Fächer im Curriculum „Arbeitslosigkeit“: Geduld XXL: Vertiefungskurs: Wie man 6 Wochen auf eine Rückmeldung wartet –

Das beste Design ist das, das man gar nicht bemerkt. Es funktioniert einfach. Es nervt nicht. Es flüstert – und wird trotzdem verstanden. Wir leben

Protokoll eines internen Krisenmeetings zwischen „dem echten Ich“ und „der Kunstfigur“. Echtes Ich: „Sag mal, musst du immer so pointiert schreiben? Ich will einfach nur

„Vielleicht bewerbe ich mich demnächst als Personal Brand. Der Mensch dahinter kommt später.“ Ich poste hier. Regelmäßig (dies ist Post Nr. 59 in 2025). Über

Die Maschine schreibt mein Anschreiben. Die Maschine liest mein Anschreiben. Die Maschine antwortet nicht. Ich trinke Kaffee aus der Maschine. Wo bleibt der deus ex

Manchmal ist das Einzige, was zwischen dir und dem Wahnsinn steht, ein Filzstift, ein Pixel. Oder ein Track. Oder ein Text, der so tut, als

Projekttitel: Überleben. Projektdauer: schon viel zu lange. Budget: Kaffeemaschine, ALGI + II, Erwartungen, Hoffnung. Projektleitung: Ich – noch ohne Team. Ich bin Projektmanager. Und gerade ohne Projekt.

Gestern war es leider so weit. Ich habe ihn gestellt. Den Antrag, den ich nie wollte. Nicht auf einen Job. Nicht auf ein Sabbatical in

Ich habe gelernt, dass man sich heute nicht einfach nur bewirbt. Man „pitcht sich“. Man „bringt sein Why auf den Punkt“. Man „verkauft seine Brand

Ich habe mittlerweile so viele Bewerbungen geschrieben, dass sich montag morgens InDesign schon von alleine öffnet. Der Lebenslauf kann sich inzwischen selbständig optimieren. Und meine

Nach der Bewerbung folgt das Warten. Auf Rückmeldungen, auf Einladungen, auf den einen Anruf. Auf den Moment, in dem der Lebenslauf plötzlich „genau das ist,

Die Sonne scheint (gerade nicht). Die Vögel zwitschern (eher verhalten). Und ich (scheine und zwitschere ;-)? Klicke mich durch das 51. Bewerberportal mit Passwortpflicht, Geburtsdatumspflichtfeld,

Früher hieß das einfach: Funkstille. Heute klingt’s eleganter: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für eine Rückmeldung noch etwas Zeit benötigen, da wir jede

Sätze, die klingen wie eine höfliche Fußmatte. Man wischt sich kurz die Hoffnung ab und geht weiter. Seit Monaten schreibe ich Bewerbungen. Ich gestalte, formuliere,

Heute hatte ich ein Bewerbungsgespräch. Mit mir. Schon wieder. Ich war pünktlich. Ich war vorbereitet. Ich war nervös. Aber nicht allzu sehr. (Die HR-Version von

Manchmal stelle ich mir vor, wie es gewesen wäre, wenn große Künstler Instagram gehabt hätten. Van Gogh postet ein Selfie mit Sonnenblumen: „Work in progress.

Am Montag habe ich über die Eingliederungsförderung gesprochen – und das positive Signal, das davon ausgehen könnte. Heute frage ich mich: Warum wirkt sie so

Es gibt Menschen, die mit 60 Häuser bauen, Start-ups gründen oder einen Marathon laufen. Ich bekomme vom Amt die Info, man könne mich fördern. Als

60 Jahre. 200+ Bewerbungen. Und bald ein Bürgergeldbescheid :-(. Wie passt das zusammen? Vielleicht gar nicht?! Vielleicht liegt der Fehler im System? Vielleicht an meinem

Heute entscheidet der innere Aufsichtsrat: Einstellung oder Ablehnung? Die Stimmung ist vielschichtig. Ort: Konferenzraum „Ich AG“, irgendwo zwischen limbischem System und präfrontalem Kortex. Anwesend: Der

Nachdem ich eine hervorragend ausgearbeitete Bewerbung an mich selbst geschickt hatte, lud ich mich, natürlich, gleich zu einem Vorstellungsgespräch ein. Ich war pünktlich. Sogar überpünktlich.

Am Mittwoch habe ich ein Experiment gemacht: Ich habe eine Stellenanzeige geschrieben – für mich von mir an mich. Als Selbstreflexion, um eine Blickwinkeländerung herbeizuführen.

Position: Erfahrener Mediengestalter, Projektmanager, Art-Direktor (in spe), Ästhet mit Haltung, Qualitätsverfechter, kreativer Stratege – je nach Bedarf auch Kaffee-Philosoph mit einem Auge für Typografie und

Neulich las ich, ein großer Konzern habe 8.000 Stellen gestrichen – wegen KI. Ich stelle mir vor, wie ein grau melierter Vorstandsvorsitzender den Satz „Wir

Ich beschäftige mich jetzt schon viel zu lange mit dem Thema Bewerbungen schreiben und Absagen sammeln. Viel länger als ich wollte oder dachte. Ich habe

Es gibt diesen Moment in einem Projekt, in dem alle nicken. Die Präsentation ist rund, die Charts glänzen, der Kunde ist euphorisch. Und trotzdem… Da

Manchmal kommt mir mein Lebenslauf vor wie ein Mix aus David Lynch, Bauhaus-Design und einem IKEA-Regal mit fehlender Aufbauanleitung. Schräg. Aber klar strukturiert. Und trotzdem

Neulich saß ich vor einer Stellenanzeige und dachte: Das bin doch ich! Also nicht im Sinne von „Ich könnte das machen“, sondern im tiefen, metaphysischen

Es ist nicht leicht, sich zwischen manchen recht seltsamen Kategorien der modernen Arbeitswelt einzusortieren. Man ist entweder UX-Designer mit Fokus auf Accessibility oder SEO-Sniper mit

Es gibt Menschen, die sammeln Brettspiele oder Gartenzwerge. Ich sammle Absagen. Und Screenshots von unbeantworteten Mails, die aussehen wie ein ganz neuer Literaturstil: der passiv-aggressive

Wenn mir vor einem halben Jahr jemand gesagt hätte, dass ich in knapp 3 Monaten 30 LinkedIn-Artikel schreiben würde, hätte ich vermutlich höflich genickt und

Liebe Personalerinnen und Personaler, liebe Entscheider, Recruiter, Cultural-Fit-Jongleure: Ich bin 60. Ich weiß, das klingt im PDF manchmal nach Faxgerät. Aber glauben Sie mir: Ich

So ganz nebenbei aus aktuellem Anlass. Seit Freitag weiß ich definitv, dass ich aus Altersgründen Absagen bekomme, bzw. meine Bewerbungen nicht erwünscht sind. Ich hatte

Ich starte jeden Tag voller Elan. Die Ausrüstung sitzt, der Lebenslauf ist frisch gestutzt, das Anschreiben wetterfest neuformuliert. Auf den ersten Kilometern winken freundlich verfasste

Ich habe nichts gegen Software. Natürlich nicht. Ich arbeite täglich mit unterschiedlichen Programmen. Bin täglich Stunden im Internet unterwegs. Algorithmen geben mir oft gute Tipps

In Talkshows, Interviews und Wahlprogrammen hört man es jetzt wieder öfter: „Wir müssen wieder mehr arbeiten.“ Ein Satz wie aus der Mottenkiste der 50er/60er Jahre

Wir leben in der vielleicht paradoxesten aller Zeiten: Maschinen, KI, Programme denken (?), schreiben, zeichnen, übersetzen, analysieren und komponieren. Algorithmen übernehmen, was bisher nur der

Ein Selbstversuch in gelebtem Vertrauen. Nach über hundert Bewerbungen, Absagen, Ghostings und Worthülsen wie „dynamisches Umfeld“ oder „flache Hierarchien“ stellte sich mir irgendwann die Frage:

Mein Lebenslauf ist nicht allzu linear. Er ist nicht stromlinienförmig, nicht aalglatt, nicht „stringent“. Er ist: ein Abenteuerroman mit überraschenden Wendungen. Kapitel 1: Vom Meisterbäcker

Sehr geehrter Zufall (m/w/d), ich bewerbe mich hiermit um eine Chance. Vielleicht dann auch für einen Job – für eine gute Wendung, einen glücklichen Umstand

Stellenanzeigen sind oft wie Speisekarten in Touristenrestaurants: Viel drauf – von Pizza über Schnitzel bis Chop Suey, nichts davon richtig zubreitet – und am Ende

Man stelle sich vor: Ich sitze gemütlich im Garten, die Sonne geht auf, der Cappuccino ist lecker, das Laptop auf dem Gartentisch, das Mailprogramm geöffnet.

Es heißt ja, Schweigen sei Gold. Im Bewerbungsprozess scheint es mitunter platinveredelt zu sein – so sehr wird es kultiviert. Nach über 100 versendeten Bewerbungen

Man stelle sich vor: Jemand betritt einen Raum mit einem Werkzeugtäschchen, in der fein säuberlich sortiert alles liegt, was das Herz eines Recruiters höherschlagen lässt.

Es begann ganz harmlos. „Magst du uns vielleicht einen Kaffee holen, wenn du eh grad in der Küche bist?“ – „Na klar“, sagte ich. Aber

Man steht morgens auf wie alle anderen auch (wenn auch vielleicht manchmal etwas später). Dann ab unter die Dusche. Zieht sich was Anständiges an, obwohl

Bewerbungsschreiben sind eine seltsame Angelegenheit. Sie ähneln höflichen Erpresserbriefen: „Sehr geehrte Damen und Herren, bitte schenken Sie mir Ihr Vertrauen. Ich bin unglaublich kompetent und

Die meisten Ideen kommen unfertig zur Welt. Ein bisschen wie frisch geschlüpfte Küken: putzig, aber hilflos. Und kein bisschen bürotauglich. Ich nehme diese Ideen, ziehe

Da sitze ich nun, wie jeden Tag, weiterhin vorm Computer. Checke meine Mails nach den neuesten Jobangeboten. Checke verschiedene ausgewählte Unternehmen nach der Möglichkeit für

Jobsuche ist wie Dating. Nur dass niemand deine Lieblingsplatten hören will, sondern fragt, ob du auch Jira, Asana kannst und ob du mit der Creative

Tagesangebot aus dem Hause scribbs.de: Vorspeise: 25 Jahre Erfahrung in Mediengestaltung und Projektmanagement. Digital. Print. Konzeption. Verfeinert mit einer Prise Selbstironie. Hauptgericht: Digitale Medienkampagnen, kreative

„Sie sind überqualifiziert.“ Ein Satz, der klingt wie ein Kompliment, aber eigentlich bedeutet: „Wir wissen nicht, was wir mit Ihnen machen sollen.“ Doch was ist

Projektmanager sind die stillen Helden des Chaos. Während alle panisch „Wir brauchen das bis gestern!“ rufen, stehen sie da, mit einer Tasse lauwarmem Kaffee und

Es gibt ja Menschen, die hören Musik so nebenbei. Ich nicht. Ich höre Musik so, wie andere Menschen Romane lesen: mit voller Aufmerksamkeit und der

Neulich stand ich vor einer meiner eigenen Arbeiten (scribbs). Nicht zum ersten Mal, aber in genau dem Blickwinkel, in dem man sich fragt: Ist das

Wenn man jemanden fragt, ob er gutes Design erkennt, sagen die meisten ja. So wie alle auch behaupten, dass sie einen guten Wein von einem

Es ist ja nicht so, dass ich etwas gegen Künstliche Intelligenz hätte. Sie ist ein nettes Haustier: kann Befehle ausführen, lernt schnell, sabbert nicht. Aber