… es geht weiter:
Akt 3: Die Post-Dramatik des großen Schweigens Das Stück endet nicht mit einer Verbeugung, sondern mit dem „Ghosting“. Einer Form der Stille, die so absolut ist, dass man das Wachsen der Gänseblümchen auf dem Nachbarrasen hören kann.
In der klassischen Dramaturgie nennt man das die Katharsis, in der modernen HR-Welt ist es schlicht die administrative Feigheit vor dem Du. Man wartet auf eine Antwort wie ein einsamer Leuchtturmwärter auf eine Postkarte von Atlantis. Nichts.
Der Vorhang fällt. Man tritt hinaus auf die Straße. Die Politik ruft aus dem Off: „Zugabe! Arbeitet länger!“, während das Personal bereits das Licht gelöscht und die Stühle hochgestellt haben.
Doch hier kommt der entscheidende Moment: Der Hauptdarsteller hat das Theater längst verlassen. Er steht an einer Straßenecke, zündet sich die Zigarre der Erkenntnis an und begreift, dass diese „Arbeitslosigkeit“ eigentlich nur die Freiheit ist, das Kostüm des Bittstellers im nächsten Altkleidercontainer zu versenken.
Er ist nicht mehr auf der Suche nach einer Rolle. Er schreibt jetzt das Drehbuch für ein völlig neues Universum. Teilweise zu besichtigen auf scribbs.de, Insta und bei dem Buchprojekt (coming soon ;-).
Denn wer braucht schon einen Logenplatz in einem sterbenden Theater, wenn er draußen den gesamten Nachthimmel besitzen kann?

















































