Es gibt diesen Moment, in dem man alles getan hat, was man tun konnte. Man hat sich vorbereitet. Man hat nachgedacht. Man hat geliefert. Sicher fallen einem danach immer die besseren Antworten ein. Aber dann, übergibt man.
An jemand anderen. An einen Prozess. An den Zufall, vielleicht auch. Und plötzlich ist da nichts mehr zu tun. Kein weiterer Schritt, den man optimieren könnte. Kein Text, den man noch einmal überarbeiten müsste. Die Stille, die danach kommt, fühlt sich seltsam an. Wieder mal tief in der Warteschleife.
Ich bin jemand, der gerne die Dinge in der Hand hat. Nicht aus Kontrollzwang, sondern weil ich glaube, dass Vorbereitung und Sorgfalt einen Unterschied machen. Meistens stimmt das auch. Aber es gibt Momente, in denen selbst die beste Vorbereitung an ihre Grenzen stößt. In denen das Ergebnis schlicht nicht mehr von mir abhängt. Das wäre im Job so, als hätte ich als Projektleiter plötzlich keinerlei Einfluss mehr auf das Ergebnis.
Das ist unbequem.
In der Warteschleife lernt man vieles. Man lernt, mit Ungewissheit zu leben. Man lernt, sich ständig neu zu definieren, jenseits von Titeln und Strukturen.
Man lernt, geduldig zu sein oder zumindest, Geduld zu simulieren, bis sie sich irgendwann anfühlt wie echte. Manchmal verliert man sie auch. Aber das Loslassen? Das bleibt schwer. Immer wieder.
Was hilft, habe ich inzwischen für mich herausgefunden: nicht Ablenkung, sondern Fokus auf das, was tatsächlich noch in meiner Hand liegt. Nicht das Ergebnis aber die Resilienz. Nicht die Entscheidung anderer, aber die eigene Vorbereitung auf das, was danach kommt. Egal wie es ausgeht.
Es gibt einen Unterschied zwischen Gleichgültigkeit und Gelassenheit. Gleichgültigkeit sagt: Es ist mir egal. Gelassenheit sagt: Es ist mir wichtig und trotzdem lasse ich los. Das klingt einfacher als es ist. Aber es ist das Einzige, das wirklich dauerhaft funktioniert.
Die Warteschleife hat mich vieles gelehrt. Dieses hier vielleicht am meisten: Verantwortung übernehmen für das, was ich beeinflussen kann. Und dann die Hand öffnen.
Den Rest entscheidet das Leben.

















































