Ist das jetzt Kunst oder kann das weg?

Neulich stand ich vor einer meiner eigenen Arbeiten (scribbs). Nicht zum ersten Mal, aber in genau dem Blickwinkel, in dem man sich fragt: Ist das gut? Oder ist das nur ein Zufall in schönen Farben. Und – was habe ich mir dabei gedacht??

Das ist das Schöne und zugleich das Schreckliche an Kunst: Sie ist vollkommen subjektiv. Sie kann einen Raum verwandeln oder als bunter Fleck ignoriert werden. Ich zeichne analog, verwandele die Zeichnungen dann in digitale Kunst. Ich fotografiere. Ich musiziere elektronisch. Ich schreibe. Und ich weiß: Kunst ist immer ein Risiko.

Es gibt Menschen, die schauen sich ein Bild an und sagen: „Mein Kind könnte das auch!“ Ja, vielleicht könnte es das?! Aber hat es? Kunst ist nicht nur das Können, sondern auch das Tun. Die Idee. Das Sich-Trauen. Das Dranbleiben.

Vielleicht geht es bei Kunst gar nicht darum, ob sie „weg kann“. Sondern darum, dass sie bleibt – in Köpfen, in Gesprächen, in einem seltsamen kleinen Winkel des Gedächtnisses, in dem man sich Jahre später erinnert: „Da war doch mal dieses großartigseltsame Bild …“

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