Man stelle sich vor: Ich sitze gemütlich im Garten, die Sonne geht auf, der Cappuccino ist lecker, das Laptop auf dem Gartentisch, das Mailprogramm geöffnet. Ich warte. Und plötzlich: Bewerbungen im Posteingang.
Von Unternehmen und Agenturen.
Sie stellen sich höflich vor, preisen ihre Werte an, versprechen Sinn, Struktur, ein super Gehalt, Gleitzeit, Homeoffice, flache Hierarchien, Jobticket und ein kollegiales Miteinander. Sie betonen, wie viel sie von mir lernen könnten. Dass meine Expertise ihr Team bereichern würde. Und dass sie sich freuen würden, mich näher kennenzulernen.
Ich blättere durch die Profile:
- Ein Konzern mit flexibler Hierarchie (also einer, die sich beim Wind dreht).
- Ein Start-up, das zwar wenig zahlt, aber dafür einen Tischkicker und einen Obstkorb hat.
- Ein Familienunternehmen mit festen Ritualen und losen Zuständigkeiten.
- …
Ich stelle Rückfragen:
- Wie ist der Teamgeist, das Arbeitsklima, gibt es ein konstruktives Miteinander?
- Wie hoch ist das Gehalt, gibt es Bonuszahlungen?
- Kann ich eigene Ideen einbringen und über kurze Entscheidungswege realisieren?
- Und ganz wichtig: Gibt es jemanden im Team, der gute Musik hört?
- Gibt es guten Kaffee?
- …
Denn, liebe Unternehmen, in einer Welt, in der Menschen sich permanent erklären, verkaufen und optimieren müssen, wäre es doch nur fair, wenn auch ihr mal um unsere Gunst buhlt.
Ich verspreche auch, wohlwollend zu prüfen. Und zeitnah zu antworten. Bei Absagen meinerseites, werde ich selbstverständlich auch die Gründe dafür darlegen.
Ich warte auf Angebote! 😉

















































