Hard Skills sind wie Schraubenzieher – praktisch, aber ohne Gefühl kriegt man trotzdem nix fest

Man stelle sich vor: Jemand betritt einen Raum mit einem Werkzeugtäschchen, in der fein säuberlich sortiert alles liegt, was das Herz eines Recruiters höherschlagen lässt.

Adobe Creative Suite: Alles da. JIRA: Passt. HTML, CSS, Word Press, UX-Design, Projektplanung: Check, check, check und doppelt unterstrichen. MS Office, Apple, Baristaprofi: Sowieso.

Und dennoch: Die Schraube wackelt. Das Regal ist instabil. Der Mensch bleibt außen vor.

Denn was nützt der beste Schraubenzieher, wenn man ihn mit der Leidenschaft eines Pappaufstellers schwingt? Was bringt das präziseste Werkzeug, wenn das Gespür fehlt für den Moment, in dem man aufhören muss zu drehen oder man die falsche Schraube verwendet?

Hard Skills, so sagt man, kann man lernen. Soft Skills hingegen müsse man „mitbringen“. Was aber, wenn man sie nicht mitbringt, sondern sie sich täglich mit viel Liebe neu zusammenschnitzt – aus Empathie, Aufmerksamkeit, einem Sinn für Timing und der Fähigkeit, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen?

Ich persönlich mag meine Soft Skills gut ausbalanciert. Kein schäumender Aktionismus, kein gewollt charismatischer Selbstdarsteller, sondern: Projektmanagement mit Menschenverstand und dem WIllen zum Erfolg. Design mit Haltung. Kaffee kochen ohne den Chef zu fragen, ob er Mandelmilch oder Soja bevorzugt.

Hard Skills sind wichtig, ja. Aber sie sind nur das Werkzeug. Das Entscheidende ist, ob man damit etwas bauen kann, das hält, berührt und erfolgreich ist.

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