Sehr geehrter Zufall (m/w/d),
ich bewerbe mich hiermit um eine Chance. Vielleicht dann auch für einen Job – für eine gute Wendung, einen glücklichen Umstand oder einen halbwegs brauchbaren Hinweis.
Ich bringe mit: eine langjährige, vielseitige Erfahrung, deren spannendste Kapitel zwischen den Zeilen stattfinden, einen Kopf voller Ideen und ein hohes Qualitätsbewusstsein, und eine anhaltende Bereitschaft, nicht alles den Algorithmen zu überlassen.
Sie hingegen, werter Zufall, scheinen mir manchmal ein bisschen überarbeitet – verschenken große Chancen an gute Seelen und lassen echte Potenziale durch die Maschen gleiten wie Seifenblasen durch ein Fangnetz aus Bauschaum.
Aber sei’s drum. Ich halte Ihnen keine Vorträge über Gerechtigkeit oder Timing. Ich bitte nur um eines: Wenn Sie das nächste Mal durch einen Lebenslauf scrollen, der etwas quer klingt, durch ein Portfolio, das nicht in vorgefertigte Schubladen passt oder durch einen Menschen, der mehr ist als die Summe seiner Keywords – halten Sie kurz inne.
Ich wäre bereit. Und ich bringe Kekse (die Guten) mit.
Mit stets freundlichen Grüßen, ein Mensch, der immer noch daran glaubt, dass der Zufall nicht völlig zufällig ist.

















































