Liebe Personalerinnen und Personaler, liebe Entscheider, Recruiter, Cultural-Fit-Jongleure:
Ich bin 60. Ich weiß, das klingt im PDF manchmal nach Faxgerät. Aber glauben Sie mir: Ich kann PowerPoint, Photoshop, InDesign, Premiere, WordPress, … – und sogar Menschen.
Ich habe Projekte gewuppt, als manche heutige Bewerber:innen noch Diddl-Mäuse gesammelt haben. Ich bin kreativ, strukturiert, belastbar, humorvoll – und das Beste: Ich weiß, wann man nicht auf „Senden“ klickt.
Wenn Sie mich aussortieren, weil Sie glauben, dass ich zu alt bin – tun Sie das bitte wenigstens stilvoll. Mit einer Floskel wie: „Wir suchen eine dynamische Persönlichkeit mit Potenzial zur Selbstüberschätzung.“
Oder seien Sie ehrlich. Schreiben Sie: „Wir finden Ihre Erfahrung bedrohlich, Ihre Klarheit irritierend und Ihre Verlässlichkeit passt nicht zu unserem Chaos.“
Dann weiß ich zumindest woran ich bin. Und bitte, lasst mich nicht monatelang warten.
Oder – und das wäre mein Favorit – stellen Sie mich einfach ein.
Weil ich kann, was ich tue. Weil ich Lust habe, Dinge besser zu machen. Weil Erfahrung nicht aus der Mode kommt – sie wird nur seltener.
Weil ich immer noch lernfähig und neugierig bin.
Melden Sie sich. Bevor jemand anderes schneller ist. (Und ja, ich antworte sogar am Montagmorgen. Mit Kaffee. Ohne Allüren.)

















































