Ich beschäftige mich jetzt schon viel zu lange mit dem Thema Bewerbungen schreiben und Absagen sammeln. Viel länger als ich wollte oder dachte.
Ich habe nach Absagen die Bewerbungsunterlagen immer wieder umgestaltet, habe Profis aus dem Personalmanagement kontaktiert, an Workshops teilgenommen, mich regelmäßig selbst hinterfragt.
Als größtes Problem sehe ich mittlerweile die standardisierten Absagen. Ich erfahre fast nie, woran es gescheitert ist. Waren es Kleinigkeiten im Lebenslauf? Unpassende Antworten im Gespräch? War es tatsächlich ganz einfach nur das Alter? Waren es, wie oft geschrieben wird nur „Nuancen“ (aber welche?) oder hat es ganz einfach komplett nicht gepasst.
Der Einsatz von ATS ist sicher auch ein Problem, wenn man aufgrund einzelner Eigenschaften schon im Vorfeld rausgefiltert wird – die Bewerbung und der Lebenslauf gar nicht erst gesehen werden.
Weitere Gründe sind wohl, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt angespannt ist und es in meinem Bereich keinen Mangel an Bewerbern gibt.
Was tun, wenn ich aus Gründen, die unklar bleiben, keinen Job mehr bekomme? Soll ich mich selbstständig machen? Auch nicht ganz einfach. Soll ich mich verstärkt mit der Vermarktung meiner Bilder beschäftigen? Mach‘ ich schon, ist aber auch ein Bewerben und Vorstellen wie bei der Jobsuche. Und der Kunstmarkt ist auch nicht einfach zu verstehen.
So langsam macht sich etwas Ratlosigkeit breit. Was habe ich noch nicht bedacht? Was brauchen die Recruiter von mir, dass ich zumindest gesehen werde? Habe ich überhaupt eine Chance einen Job zu bekommen?

















































