Es gibt ja Menschen, die hören Musik so nebenbei. Ich nicht. Ich höre Musik so, wie andere Menschen Romane lesen: mit voller Aufmerksamkeit und der festen Überzeugung, dass die richtige Reihenfolge alles ist.
Ich erstelle Playlists (mixtapes) für Stimmungen, für Jahreszeiten, für imaginäre Film-Soundtracks, für Tätigkeiten, für Genres. Und ich glaube fest daran, dass man einen Menschen danach beurteilen kann, ob er beim Shuffle-Modus Panik bekommt oder nicht.
Musik ist für mich mehr als Unterhaltung. Sie ist Erinnerung, Haltung, Zeitmaschine. Ich mache selbst elektronische Musik unter dem Namen scooco, und manchmal frage ich mich: Hören Menschen meine Musik so, wie ich sie höre? Oder läuft sie einfach im Hintergrund, während jemand den Geschirrspüler ausräumt?
Falls Letzteres der Fall ist: Bitte wenigstens mit Stil. Und mit einer Playlist, die dazu passt.
Weitere mixtapes sind in Arbeit oder schon existent und werden nach und nach online gestellt.

















































