Notizen aus der Warteschleife. Folge 73: Tatendrang, Hoffnung und neue Ideen.

Der Tatendrang ist das eigentliche Problem. Nicht das Bürgergeld. Nicht das Alter.

Der Tatendrang ist wie ein Hund, der seit zwei Jahren an der Leine steht und langsam anfängt, Bewerbungsschreiben zu apportieren.

Man denkt viel nach. Über neue Rollen. Neue Formate. Neue Wege. Und wundert sich über den Zustand der Welt.

Man entwickelt Ideen, die man vor drei Jahren noch belächelt hätte. Man wird kreativer, weil man muss. Und leiser, weil man niemanden nerven will. Und gleichzeitig lauter, weil man sonst unsichtbar wird.

Die Hoffnung verschwindet nicht komplett. Sie franst irgendwie aus. Wie ein Lieblingspullover, den man zu oft getragen hat. Aber sie ist noch da. Wenn auch nicht mehr so schick wie noch vor einem Jahr.

Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich noch längst nicht fertig bin mit dem, was ich beitragen kann.

Vielleicht habe ich ja noch gar nicht richtig angefangen!?

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