Notizen aus der Warteschleife. Folge 68: Verdecktes aufdecken, Verstecktes sichtbar machen.

Als gäbe es irgendwo einen Ort, an dem ein Großteil aller offenen Stellen verdeckt liegen und nur darauf warten, aufgedeckt zu werden.

Ich habe gesucht. Nicht flüchtig, nicht naiv. Und ich habe nicht allzuviel gefunden, das man aufdecken könnte.

Vielleicht liegt das daran, dass der verdeckte Stellenmarkt nicht verdeckt ist, sondern falsch verstanden.

Er ist kein Markt. Er ist kein Raum. Er ist kein Geheimwissen.
Was man „verdeckten Stellenmarkt“ nennt, ist in Wirklichkeit der Moment, in dem jemand merkt, dass ein Projekt zu groß geworden ist.

Dass Strukturen fehlen.
Dass Entlastung nötig wäre.
Aufgedeckt wird dort nichts. Es entsteht etwas. Ein Gedanke. Ein Wunsch. Eine Notwendigkeit. Ein Name.

Der Satz: „Mit dieser Person würde ich das gern lösen.“ Sichtbarkeit kann diesen Moment vorbereiten. Erfahrung kann ihn ermöglichen.

Aber entscheiden tut am Ende kein Markt, sondern ein Mensch.

Vielleicht geht es also weniger darum, den verdeckten Stellenmarkt zu finden.
Vielleicht geht es darum, so klar zu sein, dass man in dem richtigen Moment auftaucht.

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