Rainer H. Reußwig
Mein Blog

Jetzt exklusiv auch mit: Eingliederungszuschuss (§§ 88 ff. SGB III)
Es gibt Menschen, die mit 60 Häuser bauen, Start-ups gründen oder einen Marathon laufen. Ich bekomme vom Amt die Info, man könne mich fördern. Als

Ich will arbeiten. Nicht erklären, warum ich nicht darf.
60 Jahre. 200+ Bewerbungen. Und bald ein Bürgergeldbescheid :-(. Wie passt das zusammen? Vielleicht gar nicht?! Vielleicht liegt der Fehler im System? Vielleicht an meinem

Nach der Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch bei mir selbst – die innere Jury tagt.
Heute entscheidet der innere Aufsichtsrat: Einstellung oder Ablehnung? Die Stimmung ist vielschichtig. Ort: Konferenzraum „Ich AG“, irgendwo zwischen limbischem System und präfrontalem Kortex. Anwesend: Der

Ich hatte ein Vorstellungsgespräch. Mit mir selbst.
Nachdem ich eine hervorragend ausgearbeitete Bewerbung an mich selbst geschickt hatte, lud ich mich, natürlich, gleich zu einem Vorstellungsgespräch ein. Ich war pünktlich. Sogar überpünktlich.

Ich habe mich beworben – bei mir selbst. Und jetzt?
Am Mittwoch habe ich ein Experiment gemacht: Ich habe eine Stellenanzeige geschrieben – für mich von mir an mich. Als Selbstreflexion, um eine Blickwinkeländerung herbeizuführen.

Stellenausschreibung für mich selbst: Kreativer Möglichmacher (m/w/d) sucht Wirkungsort mit Weitblick
Position: Erfahrener Mediengestalter, Projektmanager, Art-Direktor (in spe), Ästhet mit Haltung, Qualitätsverfechter, kreativer Stratege – je nach Bedarf auch Kaffee-Philosoph mit einem Auge für Typografie und

KI kann zaubern!? Die künstliche Intelligenz macht Urlaub auf unserer Denkfaulheit
Neulich las ich, ein großer Konzern habe 8.000 Stellen gestrichen – wegen KI. Ich stelle mir vor, wie ein grau melierter Vorstandsvorsitzender den Satz „Wir

150 Bewerbungen, 18 Monate – Ein Fazit!
Ich beschäftige mich jetzt schon viel zu lange mit dem Thema Bewerbungen schreiben und Absagen sammeln. Viel länger als ich wollte oder dachte. Ich habe

Ich sehe was, was du nicht siehst – und das ist der Fehler im Konzept
Es gibt diesen Moment in einem Projekt, in dem alle nicken. Die Präsentation ist rund, die Charts glänzen, der Kunde ist euphorisch. Und trotzdem… Da

#hire60 | Weil Können nicht aufhört, wenn man Erfahrung hat
Manchmal kommt mir mein Lebenslauf vor wie ein Mix aus David Lynch, Bauhaus-Design und einem IKEA-Regal mit fehlender Aufbauanleitung. Schräg. Aber klar strukturiert. Und trotzdem

Der Arbeitsmarkt ist wie ein Improtheater – nur ohne Pointe. Hashtag #hire60
Neulich saß ich vor einer Stellenanzeige und dachte: Das bin doch ich! Also nicht im Sinne von „Ich könnte das machen“, sondern im tiefen, metaphysischen

kein Allrounder. Ich bin ein konzentriertes Möglichkeitsbündel.
Es ist nicht leicht, sich zwischen manchen recht seltsamen Kategorien der modernen Arbeitswelt einzusortieren. Man ist entweder UX-Designer mit Fokus auf Accessibility oder SEO-Sniper mit

Es gibt Menschen, die sammeln Brettspiele oder Gartenzwerge. Ich sammle Absagen
Es gibt Menschen, die sammeln Brettspiele oder Gartenzwerge. Ich sammle Absagen. Und Screenshots von unbeantworteten Mails, die aussehen wie ein ganz neuer Literaturstil: der passiv-aggressive

Post 31: „30 Beiträge später und ich bin immer noch nicht Art Director einer norddeutschen Konservenfirma“
Wenn mir vor einem halben Jahr jemand gesagt hätte, dass ich in knapp 3 Monaten 30 LinkedIn-Artikel schreiben würde, hätte ich vermutlich höflich genickt und

Wenn Sie mich nicht einstellen, weil ich 60 bin – stellen Sie sich bitte selbst die Frage: Warum eigentlich nicht?
Liebe Personalerinnen und Personaler, liebe Entscheider, Recruiter, Cultural-Fit-Jongleure: Ich bin 60. Ich weiß, das klingt im PDF manchmal nach Faxgerät. Aber glauben Sie mir: Ich

Wenn Alter zum Ausschlusskriterium wird
So ganz nebenbei aus aktuellem Anlass. Seit Freitag weiß ich definitv, dass ich aus Altersgründen Absagen bekomme, bzw. meine Bewerbungen nicht erwünscht sind. Ich hatte

Der Arbeitsmarkt ist kein Spaziergang. Eher eine lange Wanderung mit Wetterumschwüngen
Ich starte jeden Tag voller Elan. Die Ausrüstung sitzt, der Lebenslauf ist frisch gestutzt, das Anschreiben wetterfest neuformuliert. Auf den ersten Kilometern winken freundlich verfasste

„Der Algorithmus kennt mich nicht. Aber ich ihn (ein bisschen zumindest).“ – Über das Scheitern an Bewerbermanagementsystemen
Ich habe nichts gegen Software. Natürlich nicht. Ich arbeite täglich mit unterschiedlichen Programmen. Bin täglich Stunden im Internet unterwegs. Algorithmen geben mir oft gute Tipps

Mehr arbeiten für mehr Wohlstand? Ein Trugschluss
In Talkshows, Interviews und Wahlprogrammen hört man es jetzt wieder öfter: „Wir müssen wieder mehr arbeiten.“ Ein Satz wie aus der Mottenkiste der 50er/60er Jahre

Fortschritt durch KI und Automatisierung – aber wer profitiert am Ende?
Wir leben in der vielleicht paradoxesten aller Zeiten: Maschinen, KI, Programme denken (?), schreiben, zeichnen, übersetzen, analysieren und komponieren. Algorithmen übernehmen, was bisher nur der

Was passiert, wenn man sich selbst einstellt?
Ein Selbstversuch in gelebtem Vertrauen. Nach über hundert Bewerbungen, Absagen, Ghostings und Worthülsen wie „dynamisches Umfeld“ oder „flache Hierarchien“ stellte sich mir irgendwann die Frage:

Warum mein Lebenslauf ein Abenteuerroman ist – und kein Tabubruch
Mein Lebenslauf ist nicht allzu linear. Er ist nicht stromlinienförmig, nicht aalglatt, nicht „stringent“. Er ist: ein Abenteuerroman mit überraschenden Wendungen. Kapitel 1: Vom Meisterbäcker

Meine Bewerbung an den Zufall
Sehr geehrter Zufall (m/w/d), ich bewerbe mich hiermit um eine Chance. Vielleicht dann auch für einen Job – für eine gute Wendung, einen glücklichen Umstand

Wunschkonzert statt Wunschkandidat: Warum Jobs auch besser kuratiert werden sollten
Stellenanzeigen sind oft wie Speisekarten in Touristenrestaurants: Viel drauf – von Pizza über Schnitzel bis Chop Suey, nichts davon richtig zubreitet – und am Ende

Was wäre, wenn sich Unternehmen bei mir bewerben müssten?
Man stelle sich vor: Ich sitze gemütlich im Garten, die Sonne geht auf, der Cappuccino ist lecker, das Laptop auf dem Gartentisch, das Mailprogramm geöffnet.

Was ich in 100 Bewerbungen über Menschen gelernt habe, die nie geantwortet haben
Es heißt ja, Schweigen sei Gold. Im Bewerbungsprozess scheint es mitunter platinveredelt zu sein – so sehr wird es kultiviert. Nach über 100 versendeten Bewerbungen

Hard Skills sind wie Schraubenzieher – praktisch, aber ohne Gefühl kriegt man trotzdem nix fest
Man stelle sich vor: Jemand betritt einen Raum mit einem Werkzeugtäschchen, in der fein säuberlich sortiert alles liegt, was das Herz eines Recruiters höherschlagen lässt.

Soft Skills – oder wie ich lernte, das Kaffeeholen in ein agiles Projekt umzudenken
Es begann ganz harmlos. „Magst du uns vielleicht einen Kaffee holen, wenn du eh grad in der Küche bist?“ – „Na klar“, sagte ich. Aber

Bewerben ist ein Vollzeitjob – nur ohne Gehalt und Kantine
Man steht morgens auf wie alle anderen auch (wenn auch vielleicht manchmal etwas später). Dann ab unter die Dusche. Zieht sich was Anständiges an, obwohl

Die wundersame Kunst des Bewerbungsschreibens – oder warum niemand so spricht, wie er schreiben soll.
Bewerbungsschreiben sind eine seltsame Angelegenheit. Sie ähneln höflichen Erpresserbriefen: „Sehr geehrte Damen und Herren, bitte schenken Sie mir Ihr Vertrauen. Ich bin unglaublich kompetent und

Mein Beruf: Übersetzer zwischen Idee und Wirkung
Die meisten Ideen kommen unfertig zur Welt. Ein bisschen wie frisch geschlüpfte Küken: putzig, aber hilflos. Und kein bisschen bürotauglich. Ich nehme diese Ideen, ziehe

Aktuelle Situation und das Mixtape zur Bewerbung 04/25
Da sitze ich nun, wie jeden Tag, weiterhin vorm Computer. Checke meine Mails nach den neuesten Jobangeboten. Checke verschiedene ausgewählte Unternehmen nach der Möglichkeit für

Jobsuche ist irgendwie (ähnlich) wie Dating – nur mit weniger Kerzenschein
Jobsuche ist wie Dating. Nur dass niemand deine Lieblingsplatten hören will, sondern fragt, ob du auch Jira, Asana kannst und ob du mit der Creative

Meine Tageskarte – einmal ToGo bitte, danke.
Tagesangebot aus dem Hause scribbs.de: Vorspeise: 25 Jahre Erfahrung in Mediengestaltung und Projektmanagement. Digital. Print. Konzeption. Verfeinert mit einer Prise Selbstironie. Hauptgericht: Digitale Medienkampagnen, kreative

Überqualifiziert? – Erfahrung als Hindernis?
„Sie sind überqualifiziert.“ Ein Satz, der klingt wie ein Kompliment, aber eigentlich bedeutet: „Wir wissen nicht, was wir mit Ihnen machen sollen.“ Doch was ist

Projektmanager sind die heimlichen Dompteure des Alltagszirkus.
Projektmanager sind die stillen Helden des Chaos. Während alle panisch „Wir brauchen das bis gestern!“ rufen, stehen sie da, mit einer Tasse lauwarmem Kaffee und

Mein Leben in Playlists.
Es gibt ja Menschen, die hören Musik so nebenbei. Ich nicht. Ich höre Musik so, wie andere Menschen Romane lesen: mit voller Aufmerksamkeit und der

Ist das jetzt Kunst oder kann das weg?
Neulich stand ich vor einer meiner eigenen Arbeiten (scribbs). Nicht zum ersten Mal, aber in genau dem Blickwinkel, in dem man sich fragt: Ist das

Mediengestaltung ist wie ein guter Wein – und nicht jeder Wein ist gut.
Wenn man jemanden fragt, ob er gutes Design erkennt, sagen die meisten ja. So wie alle auch behaupten, dass sie einen guten Wein von einem

KI, denk für mich – oder doch nicht?
Es ist ja nicht so, dass ich etwas gegen Künstliche Intelligenz hätte. Sie ist ein nettes Haustier: kann Befehle ausführen, lernt schnell, sabbert nicht. Aber

Wie man aus der Zeit fällt – und warum das nicht schlimm ist.
Es gibt ja diesen Moment, in dem man merkt, dass die Welt an einem vorbeigezogen ist, während man nur kurz die Schnürsenkel neu gebunden hat.

Einstieg ins Pixeluniversum. Teil 2
Genug von der Arbeit, die ist schließlich nicht alles! Was macht mich aus? Was tue ich privat, wenn die Arbeit getan ist. Hier ein kleiner

Einstieg ins Pixeluniversum. Teil 1.
Lebensläufe sind wie Kaffeetassen in einer schlechten Kaffeebar – sie tun so, als könnten sie die Komplexität des Lebens auf eine DIN-A4-Seite pressen, während sie

Innenleben2222 : 1. Erkenntnisgewinn
Erkenntnissgewinn. Leben zieht. Zieht vorbei. Lebt irgendwo anderswo. Ohne mich. Und schon ist es 2022. Erkenntniss wird nicht gewonnen. Sie muss entstehen. Aus Gedanken. Richtig

Innenleben2222 : 2. Lose Fetzen
Lose Fetzen. Von Gedanken. Schwirrend. Unruhig. Durcheinander. Hin und her. Zick Zack. Kein Zusammen. Kein Richtig. Ziellos. Sinnlos. Irgendwie. Doch wiederkehrend. Einzelne Teile ohne Summe.

Innenleben2222 : 3. Leben leben
Leben leben. Liebe lieben. Gefühle fühlen. Träume träumen. Gedanken denken. Gewagtes erwägen. Altes erneuern. Gewohntes entwöhnen. Aktionen aktivieren. Gestopptes starten. Erwägtes wagen. Unmögliches ermöglichen. Verspanntes

Innenleben2222 : 4. Impulse erwachen
Impulse erwachen. Pulsieren. Wohlig wabernd. Wärmend. Punktiert. Erfreuend. Gedanken sortierend. Struktur. Lockerung. Gebend. Plötzlich hoffend. Tuend. Trendig kursierend. Impulsiv. Lebendig. Auflebend. Sehend. Aktivierend. Lösend. Berichtigend.

Gegenüber in der Lobby
Man stelle sich folgendes vor. Eine Regierung eines Industriestaates, bestehend aus Ministern, die jeweils für verschiedene Ressorts zuständig sind. Vom Volk demokratisch gewählt und bezahlt,

Das tolle Land
Man stelle sich folgendes vor. In einem Land am Ende der Welt, gibt es Menschen, die für viel weniger Geld Ihre Arbeit machen als wir.

Helm über Kopf
Man stelle sich folgendes vor. Ein Fahrradfahrer fährt Fahrrad. In der Stadt. Auf dem Radweg. An parkenden Autos vorbei. Plötzlich öffnet sich direkt vor dem