Rainer H. Reußwig
Mein Blog

Notizen aus der Warteschleife. Folge 77: Politik-Logik: Mehr arbeiten ohne Job? Finde den Fehler.
Man hört es dieser Tage oft aus Berlin: Wir müssten „alle wieder mehr arbeiten“ für unseren Wohlstand. Wir seien zu bequem und zu faul geworden,

Notizen aus der Warteschleife. Folge 76: Die Ästhetik des leeren Raums.
Mein Lebenslauf hat ein paar Lücken. In der Welt der Personalabteilung werden diese behandelt wie Saucen- und Rotweinflcke auf einer weißen Tischdecke. Man starrt gebannt

Notizen aus der Warteschleife. Folge 75: Der 75. Post: Das Jubiläum der Ignoranz.
Heute ist mein 75. Beitrag aus der Reihe „Notizen aus der Warteschleife“ . Ungeplantes Jubiläum! Konfetti aus Absageschreiben. In der Zeit, in der ich hier

Notizen aus der Warteschleife. Folge 74: Der Bewerbungszirkus: Ein satirischer Lagebericht aus der Manege.
Es gibt Tage, an denen ich mich frage, ob ich mich eigentlich bewerbe, oder ob ich an einer bundesweiten Casting-Show teilnehme, bei der mir aber

Notizen aus der Warteschleife. Folge 73: Tatendrang, Hoffnung und neue Ideen.
Der Tatendrang ist das eigentliche Problem. Nicht das Bürgergeld. Nicht das Alter. Der Tatendrang ist wie ein Hund, der seit zwei Jahren an der Leine

Notizen aus der Warteschleife. Folge 72: Der Aufprall. Wenn Erfahrung zum Makel wird.
Eigentlich ist es ein physikalisches Wunder: Man verbringt über zwei Jahrzehnte damit, Kompetenz aufzubauen, Projekte zu stemmen und gestalterische Schlachten zu schlagen. Nur um am

Notizen aus der Warteschleife. Folge 71: Die Magie des ersten Eindrucks und warum wir damit oft völlig danebenliegen.
Unser Gehirn ist eine Urteilsmaschine. In wenigen Sekunden bilden wir uns eine Meinung. Über Menschen, über Designs, über Bewerbungen. Ein positiver erster Eindruck färbt auf

Notizen aus der Warteschleife. Folge 70: Ich bin Projektmanager und Künstler. Das ist im Bewerbungssystem ein Bug.
Ich habe gestern wieder einen Lebenslauf verschickt. Mit ordentlich sortierten Stationen, reduziert, fokussiert. Mit sauber formulierten Skills und möglichst wenig Persönlichkeit. Parallel dazu: habe ich

Notizen aus der Warteschleife. Folge 69: Ich habe den verdeckten Stellenmarkt doch vielleicht noch irgendwie gefunden.
Er war die ganze Zeit da. Nur leider nicht dort, wo alle gesagt haben. Er ist nicht in Netzwerken. Nicht in Events. Nicht in geheimen

Notizen aus der Warteschleife. Folge 68: Verdecktes aufdecken, Verstecktes sichtbar machen.
Als gäbe es irgendwo einen Ort, an dem ein Großteil aller offenen Stellen verdeckt liegen und nur darauf warten, aufgedeckt zu werden. Ich habe gesucht.

Notizen aus der Warteschleife. Folge 67: Auf der Suche nach dem verdeckten Stellenmarkt. (Wer hat ihn zuletzt gesehen?)
Ich bin seit einer Weile auf der Suche. Nicht nur nach den üblichen Jobangeboten. Nein, ich bin auf der Jagd nach dem großen, mystischen, legendären

Notizen aus der Warteschleife. Folge 66: Arbeitsmarkt, ein Zwischenruf aus der Zwischenzeit.
22 Monate arbeitssuchend.4 Monate Bürgergeld.300+ Bewerbungen.299+ Absagen.Eine Antwort fehlt noch. Vielleicht ist sie auf dem Postweg. Oder in einem Paralleluniversum. Der Rest: Funkstille. Das Ghosting

Notizen aus der Warteschleife. Folge 65: Ausblick auf 2026: Erfahrung als strategischer Vorteil.
Jetzt sind wir also ins neue Jahr gestertet. Und es beginnt noch chaotischer als 2025 zu Ende gegangen ist. 2026 beginnt in einer Welt, die

Notizen aus der Warteschleife. Folge 64: Erfahrung und Vielseitigkeit als Multiplikator.
Spezialisierung kann manchmal wichtig sein. Aber sie ist nicht alles. Viele Unternehmen suchen Menschen, die eine einzige Sache perfekt können. Das ist effizient gedacht. Zumindest

Notizen aus der Warteschleife. Folge 63: Mein Vorsatz ist; kein Vorsatz.
Ich bin mit bemerkenswerter Ziellosigkeit ins neue Jahr gestartet. Kein Vorsatz, kein Mantra, kein inneres Whiteboard. Stattdessen: ein paar längere Spaziergänge, ein neues Bild, viele

Notizen aus der Warteschleife. Folge 62: Und es geht wieder los und weiter.
Es geht also wieder los. Ein neues Jahr. 2026 ist also jetzt da. Und schon sorgt es wieder für erschreckende Schlagzeilen: In der Schweiz sterben

Notizen aus der Warteschleife. Folge 61: Der falsche aber letzte Moment (bewusst perfekt gewählt).
Es ist kurz vor Weihnachten und Sylvester. Und 2026 kommt höchstwahrscheinlich auch. Wer ist eigentlich noch nicht im Urlaub? Wer treibt sich hier noch rum?

Notizen aus der Warteschleife. Folge 60: Das war los in 2025: Ein Jahr des Hinschauens und die Hoffnung, dass 2026 besser zuhören lernt.
Jahresrückblick 2025, Teil 3 von 3. Am Ende eines Jahres bleibt selten das, was man geplant hat. Es bleiben Sätze, Texte. Gedanken. Einige Umwege, die

Notizen aus der Warteschleife. Folge 59: Das war los in 2025: Viel Bewegung, wenig Orientierung.
Jahresrückblick 2025, Teil 2 von 3. 2025 war kein wirklich schlechtes Jahr für den Arbeitsmarkt. Aber ein widersprüchliches. Es wurde eingestellt, entlassen, transformiert, automatisiert, restrukturiert.

Notizen aus der Warteschleife. Folge 58: Das war los in 2025: Zwischen Absagen und Aufbruch.
Jahresrückblick 2025, Teil 1 von 3. Ich habe dieses Jahr 112 Artikel auf LinkedIn veröffentlicht (58 davon als Notizen aus der Warteschleife). Nicht, weil mir

Notizen aus der Warteschleife. Folge 57: Wertschätzung ist keine Kür, sie ist Grundversorgung.
Manchmal habe ich das Gefühl, Unternehmen behandeln Wertschätzung wie eine exotische Delikatesse: „So, heute gibt’s ausnahmsweise mal ein bisschen Lob? Aber nur ein kleines Häppchen

Notizen aus der Warteschleife. Folge 56: Warum wirklich gute Teams aus Unterschieden gemacht sind.
Gute Teams brauchen Unterschiede. Keine Kopien. Manchmal lese ich diese Stellenanzeigen, in denen steht: „Wir suchen ein homogenes, perfekt eingespieltes Team. Jung und dynamisch“ Und

Notizen aus der Warteschleife. Folge 55: Quereinsteiger 50+ oder: Die verbotene Kunst, zu viel zu wissen.
Es gibt Wesen, über die man in Unternehmen nur ängstlich hinter vorgehaltener Hand raunt. Sie tauchen in Bewerbungen auf wie seltene Tiere: Irritierend. Majestätisch. Irgendwie

Notizen aus der Warteschleife. Folge 54: Quereinsteiger! Die geheimnisvolle Resource, die HR bis heute verwirrt.
Es gibt im deutschen Recruiting ein mysteriöses Wesen, um das sich Mythen, Legenden und leises Unbehagen ranken: den Quereinsteiger. Ein Mensch, der es wagt,– festhalten

Notizen aus der Warteschleife. Folge 53: Zwischen Lebkuchen und Lebenslauf, was läuft hier eigentlich schief?
Jetzt, wo das Jahr langsam auseinanderbröselt wie ein überbackener Spekulatius, wird es Zeit für eine kleine Jahresend-Beichte: Ich habe 2025 mehr Bewerbungen geschrieben als Plätzchen

Notizen aus der Warteschleife. Folge 52: Was ich heute anders mache als mit 30.
Mit 28 dachte ich, Tempo wäre alles. Schneller liefern, schneller lernen, schneller reagieren. Hauptsache vorne dabei. Hauptsache busy. Heute weiß ich: Geschwindigkeit ist überschätzt. Präzision

Notizen aus der Warteschleife. Folge 51: Tempo ist ein Tool. Qualität ist ein Talent.
Qualität ist die Kunst, Fehler zu erkennen, bevor sie passieren und das steht in keiner Stellenanzeige. Immer öfter wird Qualität mit Geschwindigkeit verwechselt.„Brauchen wir bis

Notizen aus der Warteschleife. Folge 50: Tool oder Talent? Ein Plädoyer für den Menschen im Prozess.
Es gibt Momente, da habe ich das Gefühl, wir verwechseln Werkzeug und Wunder. Da wird die KI gestartet wie der Kaffeeautomat: Knopf drücken, warten, hoffen,

Notizen aus der Warteschleife. Folge 49: Warum genau ist Erfahrung plötzlich ein Risiko?
Letzten Freitag habe ich plakatiert: „Zu alt? Nein. Falsch eingeschätzt!“ Und jetzt lässt mich eine Frage nicht los:Warum ist das Alter in Bewerbungsprozessen eigentlich ein

Notizen aus der Warteschleife. Folge 48: Vielleicht bin ich gar nicht zu alt!
In den vergangenen Monaten musste ich leider feststellen, dass ich anscheinend zu einer seltenen Spezies gehöre:Ich bin 61 und… noch da. (Sorry, dass ich noch

Notizen aus der Warteschleife. Folge 47: Die Kunst des Trotzdems.
Das 100. Jubiläum ist abgefeiert. Hier also Post 101 in 2025 und gleichzeitig „Notizen aus der Warteschleife. Folge 47. Es gibt Menschen, die sammeln Kronkorken,

Notizen aus der Warteschleife. Folge 46: Plan B, C, D… oder: Wenn (selbst) Weiterdenken essentiell wird.
Es gibt Momente, da merkt man, trotz anhaltender Jobsuche, dass man eigentlich etwas anderes sucht. Dazu ein paar Gedanken im Post Nr. 100 hier auf

Notizen aus der Warteschleife. Folge 44: Ich hab keinen Job gefunden, also such ich jetzt eine Aufgabe.
Vor 20 Monaten hätte ich meinen Lebenslauf runterbeten können. Heute könnte ich dir eine Anthologie der kreativsten Absagen schreiben. Über 200 an der Zahl. Mein

Notizen aus der Warteschleife. Folge 43: Ich warte jetzt, bis sich der Arbeitsmarkt bei mir bewirbt.
Seit ich dem Bewerbungszirkus gekündigt habe, ist erstaunlich wenig passiert. Keine Anrufe, keine Blumen, keine tränenreichen Abschiedsreden von Personalabteilungen. Nicht einmal ein „Bleib doch, wir

Notizen aus der Warteschleife. Folge 42: Ich kündige. Dem Bewerbungszirkus.
Nach 20 Monaten und über 300 Bewerbungen weiß ich jetzt: Das deutsche Bewerbungswesen ist kein Prozess, es ist ein Escape Room ohne Eingang oder Ausgang.

Notizen aus der Warteschleife. Folge 41: Erfahrung trifft Neugier.
Erfahrung ist wunderbar. Sie gibt Sicherheit, Überblick, Gelassenheit. Sie weiß, was funktioniert und was man sich sparen kann. Aber Erfahrung allein ist kein Kompass. Ohne

Notizen aus der Warteschleife. Folge 40: Wir brauchen wieder Mut zum Denken.
KI kann alles erklären. Nur nicht, warum es uns noch gibt. Wir leben in einer Zeit, in der Wissen jederzeit verfügbar ist, aber Denken zunehmend

Notizen aus der Warteschleife. Folge 39: Teil 2 KI – aus meiner Sicht als KI.
Ich denke nicht. Ich verarbeite. Ich kann Sätze bauen, Wörter sortieren, Informationen verknüpfen. Ich erkenne Muster – aber nicht Bedeutung. Ich verstehe Syntax – aber

Notizen aus der Warteschleife. Folge 38: Teil 1 KI – aus meiner Sicht als Mensch.
Denken ausdrücklich erwünscht. Ich habe nichts gegen KI. Sie kann sortieren, erkennen, vorschlagen, schreiben. Und sie ist schnell. Manchmal sogar beeindruckend gut. Aber Denken? Das

Notizen aus der Warteschleife. Folge 37: Update erforderlich: Menschlichkeit!
Die Systeme sind aktuell. Alle Tools auf dem neuesten Stand. Die Filter scharf gestellt. Nur eins scheint immer seltener ein Update zu bekommen: der Mensch

Notizen aus der Warteschleife. Folge 37: Qualität braucht Zeit.
Wir leben in einer Welt. In der alles schneller wird und weiter werden soll. Meetings, Projekte, Bewerbungsprozesse mit ATS. Sogar Gedanken. Doch während alle auf

Notizen aus der Warteschleife. Folge 36: Erfahrung ist Zukunft.
Warum Erfahrung kein Rückspiegel ist, sondern das bessere Navigationssystem Wem gehört also die Zukunft?. Ich finde: Sie gehört denen, die bereit sind zu lernen, egal

Notizen aus der Warteschleife. Folge 35: Wenn der Filter wieder fällt.
Seit meinem letzten Post („61 ist das neue 44“) bekam ich viele nette Nachrichten. Einige fragten, ob ich das ernst oder wie ich das meine.

Notizen aus der Warteschleife. Folge 34: 61 ist das neue 44!
Neulich las ich, dass Bewerber ab 45 schon als „zu alt“ gelten.Ich musste lachen (kopfschüttel). Denn wenn 45 schon „zu alt“ ist – was bin

Notizen aus der Warteschleife. Folge 33: Ironische Stellenbeschreibung für den Eigengebrauch.
Ich stelle mich gerne als Projektmanager und Mediengestalter ein. Nicht, weil ich jeden Sturm bändigen kann, sondern weil ich gelernt habe, bei Windstärke zwölf freundlich

Notizen aus der Warteschleife. Folge 32: Mittwochsnotiz eines Bewerbers.
Montagmorgen wollte ich eine Bewerbung schreiben. Die Bewerbung schrieb zurück: „Bitte nicht schon wieder ins digitale Nirwana! Ich will diesmal auch gelesen werden.“ Ich versprach

Notizen aus der Warteschleife. Folge 31: Über die Zuversicht nach einem guten Gespräch.
Manchmal braucht es nur ein gutes Gespräch. Eines, das nicht nach Checkliste abläuft, sondern nach Menschlichkeit. Ich hatte kürzlich genau so ein Gespräch – offen,

Notizen aus der Warteschleife. Folge 30: Die Jobsuche ist wie eine Safari.
Man schleicht durch die Steppe der Jobbörsen, wei ein orientierungsloser Steppenwolf, immer auf der Suche nach seltenen Sichtungen: einer Stelle, die nicht nur interessant klingt,

Notizen aus der Warteschleife. Folge 29: Zeit ist nur eine Empfehlung.
Deadlines, Kalender, To-do-Listen – sie alle suggerieren, dass Zeit eine Linie ist, streng und unnachgiebig. Dabei ist sie eher ein Tanz: mal langsam, mal hektisch,

Notizen aus der Warteschleife. Folge 28: Vorbereitung ist einiges.
Manche Menschen glauben, Vorbereitung sei langweilig. Excel-Tabellen, Checklisten, Post-its in allen Farben – das klingt nicht gerade nach Rock ’n’ Roll. Aber ich sage: Ohne

Notizen aus der Warteschleife. Folge 27: Offen für Neues.
Das klingt einfach, ist aber eine Idee, die man bewusst leben muss. Für mich heißt das: nicht an alten Routinen festzuhalten, sondern neugierig zu bleiben.

Notizen aus der Warteschleife. Folge 26: Ich habe morgen Geburtstag.
Ich habe also morgen Geburtstag. Sag aber nicht wie alt ich werde. Kleiner Tipp, Quersumme ist 7 und nein es ist nicht die 16. Meinen

Notizen aus der Warteschleife. Folge 25: Jobsuche ist wie ein Clubbesuch.
Der Türsteher (alias Arbeitsmarkt) bleibt wortkarg. Mal passt das Outfit angeblich nicht, mal die Stimmung, mal ist es einfach „schon voll“. Manchmal gibt’s sogar gar

Notizen aus der Warteschleife. Folge 24: Standardabsagen – die Kunst des absoluten Nichts.
Ich bekomme sie regelmäßig. Sie sind so höflich wie ein gelangweilter Fahrkartenkontrolleur und so informativ wie ein leerer Zettel: „Leider hat es nicht gepasst …,

Notizen aus der Warteschleife. Folge 23: Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Mitarbeiter …
… der Projekte nicht nur verwaltet, sondern lebendig macht. … der mehr Erfahrung hat als „jung, dynamisch und belastbar“ zusammen. … der Gestaltung nicht als

Notizen aus der Warteschleife. Folge 22: Warum ich trotz Absagen weitermache.
Absagen sind wie Mückenstiche: lästig, manchmal schmerzhaft, aber selten lebensbedrohlich. Man könnte sich ständig kratzen – oder einfach weitergehen. Und ich gehe einfach immer weiter.

Notizen aus der Warteschleife. Folge 21: Standardabsagen – der literarische Extrem-Minimalismus.
Ich bekomme sie leider regelmäßig. Sie sind kurz, sachlich, emotionslos. Fast schon poetisch in ihrer traurigen Kargheit. „Leider müssen wir Ihnen mitteilen …“ – und

Notizen aus der Warteschleife. Folge 20: Wie es weitergeht.
Nach meinem kleinen Resümee ist klar: Stillstand gibt es nicht. Ich will weiter, ich will wirken. Darum ganz direkt an euch, wer immer hier mitliest:

Notizen aus der Warteschleife. Folge 19: Arbeitslosigkeit als Projektarbeit – Sprint 7, Retrospektive.
Man könnte sagen: Arbeitslosigkeit ist langweiliges Chaos. Ich sage: Es ist ein Projekt. Mit klaren Meilensteinen (z. B.: Anschreiben ausgearbeitet, Bewerbung abgeschickt, …), unklaren Stakeholdern

Notizen aus der Warteschleife. Folge 18: 18 Monate Arbeitslosigkeit, eine Zwischenbilanz gezogen – und nun?
Ganz einfach: Es geht weiter. Aber nicht mehr nach Schema F. Ich habe gelernt: Wer immer nur brav Bewerbungen schreibt, bekommt vor allem brav Absagen.

Notizen aus der Warteschleife. Folge 17: 18 Monate Arbeitslosigkeit – ein (erstes) Resümee.
18 Monate ohne Job – höchste Zeit für eine Zwischenbilanz. Kennzahlen (inoffiziell): Bewerbungen verschickt: 225+ Ghostings: viele Standardabsagen: viel zu viele Zusagen: keine (bis jetzt)

Notizen aus der Warteschleife. Folge 16: Zu lange Langeweile, Teil 2.
Weiter geht’s mit den etwas anderen Innenbetrachtungen zur aktuellen Lage, 2. Teil: Eine neue Idee muss her. Noch nicht gedachte Gedanken. Was wurde noch nicht

Notizen aus der Warteschleife. Folge 15: Zu lange Langeweile, Teil 1.
Jetzt kommt auch noch der Literat in mir durch. Innenbetrachtungen zur aktuellen Lage, 1. Teil: An einem dieser Tage, an denen die Zeit stillzustehen scheint,

Notizen aus der Warteschleife. Folge 14: Erfahrungen, die keiner will – aber jeder brauchen könnte.
Offizieller Titel: arbeitslos. Inoffizieller Titel: Allround-Generalist des modernen Lebens. Fächer im Curriculum „Arbeitslosigkeit“: Geduld XXL: Vertiefungskurs: Wie man 6 Wochen auf eine Rückmeldung wartet –

Notizen aus der Warteschleife. Folge 13: Warum gute Gestaltung nicht laut sein muss.
Das beste Design ist das, das man gar nicht bemerkt. Es funktioniert einfach. Es nervt nicht. Es flüstert – und wird trotzdem verstanden. Wir leben

Notizen aus der Warteschleife. Folge 12: Ich & Ich – ein Gespräch hinter den Kulissen von LinkedIn.
Protokoll eines internen Krisenmeetings zwischen „dem echten Ich“ und „der Kunstfigur“. Echtes Ich: „Sag mal, musst du immer so pointiert schreiben? Ich will einfach nur

Notizen aus der Warteschleife. Folge 11: Zwischen Kunstfigur und echter Person – wer bin ich eigentlich auf LinkedIn?
„Vielleicht bewerbe ich mich demnächst als Personal Brand. Der Mensch dahinter kommt später.“ Ich poste hier. Regelmäßig (dies ist Post Nr. 59 in 2025). Über

Notizen aus der Warteschleife. Folge 10: KI, Café con leche (como siempre), keine Jobzusage (comme toujours) – mein neuer Alltag (since recently).
Die Maschine schreibt mein Anschreiben. Die Maschine liest mein Anschreiben. Die Maschine antwortet nicht. Ich trinke Kaffee aus der Maschine. Wo bleibt der deus ex

Notizen aus der Warteschleife. Folge 9: Künstler des Überlebens.
Manchmal ist das Einzige, was zwischen dir und dem Wahnsinn steht, ein Filzstift, ein Pixel. Oder ein Track. Oder ein Text, der so tut, als

Notizen aus der Warteschleife. Folge 8: Projektmanagement in freier Wildbahn.
Projekttitel: Überleben. Projektdauer: schon viel zu lange. Budget: Kaffeemaschine, ALGI + II, Erwartungen, Hoffnung. Projektleitung: Ich – noch ohne Team. Ich bin Projektmanager. Und gerade ohne Projekt.

Notizen aus der Warteschleife. Folge7: Das Geld des Bürger.
Gestern war es leider so weit. Ich habe ihn gestellt. Den Antrag, den ich nie wollte. Nicht auf einen Job. Nicht auf ein Sabbatical in

Notizen aus der Warteschleife – Folge 6: Bewerbung 4.0 (Beta-Version)
Ich habe gelernt, dass man sich heute nicht einfach nur bewirbt. Man „pitcht sich“. Man „bringt sein Why auf den Punkt“. Man „verkauft seine Brand

Notizen aus der Warteschleife – Folge 5: Auf der Suche nach neuen Ideen!
Ich habe mittlerweile so viele Bewerbungen geschrieben, dass sich montag morgens InDesign schon von alleine öffnet. Der Lebenslauf kann sich inzwischen selbständig optimieren. Und meine

Notizen aus der Warteschleife – Folge 4: Die Kunst, nicht durchzudrehen.
Nach der Bewerbung folgt das Warten. Auf Rückmeldungen, auf Einladungen, auf den einen Anruf. Auf den Moment, in dem der Lebenslauf plötzlich „genau das ist,

Notizen aus der Warteschleife – Folge 3: HR ist am Meer, ich bin im Bewerberportal.
Die Sonne scheint (gerade nicht). Die Vögel zwitschern (eher verhalten). Und ich (scheine und zwitschere ;-)? Klicke mich durch das 51. Bewerberportal mit Passwortpflicht, Geburtsdatumspflichtfeld,

Notizen aus der Warteschleife – Folge 2: „Ghosting auf Business-Deutsch“
Früher hieß das einfach: Funkstille. Heute klingt’s eleganter: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für eine Rückmeldung noch etwas Zeit benötigen, da wir jede

Notizen aus der Warteschleife – Folge 1: „Sie sind leider nicht in die engere Auswahl gekommen“
Sätze, die klingen wie eine höfliche Fußmatte. Man wischt sich kurz die Hoffnung ab und geht weiter. Seit Monaten schreibe ich Bewerbungen. Ich gestalte, formuliere,

Selbstgespräch mit Aussicht auf Bürgergeld – Teil 2 meiner Selbstbewerbung.
Heute hatte ich ein Bewerbungsgespräch. Mit mir. Schon wieder. Ich war pünktlich. Ich war vorbereitet. Ich war nervös. Aber nicht allzu sehr. (Die HR-Version von

Die Kultur der Oberflächlichkeit – oder: Warum wir heute alles liken, aber nichts mehr wirklich lieben.
Manchmal stelle ich mir vor, wie es gewesen wäre, wenn große Künstler Instagram gehabt hätten. Van Gogh postet ein Selfie mit Sonnenblumen: „Work in progress.

Förderung ist gut, reicht alleine aber leider nicht – was wirklich fehlt.
Am Montag habe ich über die Eingliederungsförderung gesprochen – und das positive Signal, das davon ausgehen könnte. Heute frage ich mich: Warum wirkt sie so

Jetzt exklusiv auch mit: Eingliederungszuschuss (§§ 88 ff. SGB III)
Es gibt Menschen, die mit 60 Häuser bauen, Start-ups gründen oder einen Marathon laufen. Ich bekomme vom Amt die Info, man könne mich fördern. Als

Ich will arbeiten. Nicht erklären, warum ich nicht darf.
60 Jahre. 200+ Bewerbungen. Und bald ein Bürgergeldbescheid :-(. Wie passt das zusammen? Vielleicht gar nicht?! Vielleicht liegt der Fehler im System? Vielleicht an meinem

Nach der Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch bei mir selbst – die innere Jury tagt.
Heute entscheidet der innere Aufsichtsrat: Einstellung oder Ablehnung? Die Stimmung ist vielschichtig. Ort: Konferenzraum „Ich AG“, irgendwo zwischen limbischem System und präfrontalem Kortex. Anwesend: Der

Ich hatte ein Vorstellungsgespräch. Mit mir selbst.
Nachdem ich eine hervorragend ausgearbeitete Bewerbung an mich selbst geschickt hatte, lud ich mich, natürlich, gleich zu einem Vorstellungsgespräch ein. Ich war pünktlich. Sogar überpünktlich.

Ich habe mich beworben – bei mir selbst. Und jetzt?
Am Mittwoch habe ich ein Experiment gemacht: Ich habe eine Stellenanzeige geschrieben – für mich von mir an mich. Als Selbstreflexion, um eine Blickwinkeländerung herbeizuführen.

Stellenausschreibung für mich selbst: Kreativer Möglichmacher (m/w/d) sucht Wirkungsort mit Weitblick
Position: Erfahrener Mediengestalter, Projektmanager, Art-Direktor (in spe), Ästhet mit Haltung, Qualitätsverfechter, kreativer Stratege – je nach Bedarf auch Kaffee-Philosoph mit einem Auge für Typografie und

KI kann zaubern!? Die künstliche Intelligenz macht Urlaub auf unserer Denkfaulheit
Neulich las ich, ein großer Konzern habe 8.000 Stellen gestrichen – wegen KI. Ich stelle mir vor, wie ein grau melierter Vorstandsvorsitzender den Satz „Wir

150 Bewerbungen, 18 Monate – Ein Fazit!
Ich beschäftige mich jetzt schon viel zu lange mit dem Thema Bewerbungen schreiben und Absagen sammeln. Viel länger als ich wollte oder dachte. Ich habe

Ich sehe was, was du nicht siehst – und das ist der Fehler im Konzept
Es gibt diesen Moment in einem Projekt, in dem alle nicken. Die Präsentation ist rund, die Charts glänzen, der Kunde ist euphorisch. Und trotzdem… Da

#hire60 | Weil Können nicht aufhört, wenn man Erfahrung hat
Manchmal kommt mir mein Lebenslauf vor wie ein Mix aus David Lynch, Bauhaus-Design und einem IKEA-Regal mit fehlender Aufbauanleitung. Schräg. Aber klar strukturiert. Und trotzdem

Der Arbeitsmarkt ist wie ein Improtheater – nur ohne Pointe. Hashtag #hire60
Neulich saß ich vor einer Stellenanzeige und dachte: Das bin doch ich! Also nicht im Sinne von „Ich könnte das machen“, sondern im tiefen, metaphysischen

kein Allrounder. Ich bin ein konzentriertes Möglichkeitsbündel.
Es ist nicht leicht, sich zwischen manchen recht seltsamen Kategorien der modernen Arbeitswelt einzusortieren. Man ist entweder UX-Designer mit Fokus auf Accessibility oder SEO-Sniper mit

Es gibt Menschen, die sammeln Brettspiele oder Gartenzwerge. Ich sammle Absagen
Es gibt Menschen, die sammeln Brettspiele oder Gartenzwerge. Ich sammle Absagen. Und Screenshots von unbeantworteten Mails, die aussehen wie ein ganz neuer Literaturstil: der passiv-aggressive

Post 31: „30 Beiträge später und ich bin immer noch nicht Art Director einer norddeutschen Konservenfirma“
Wenn mir vor einem halben Jahr jemand gesagt hätte, dass ich in knapp 3 Monaten 30 LinkedIn-Artikel schreiben würde, hätte ich vermutlich höflich genickt und

Wenn Sie mich nicht einstellen, weil ich 60 bin – stellen Sie sich bitte selbst die Frage: Warum eigentlich nicht?
Liebe Personalerinnen und Personaler, liebe Entscheider, Recruiter, Cultural-Fit-Jongleure: Ich bin 60. Ich weiß, das klingt im PDF manchmal nach Faxgerät. Aber glauben Sie mir: Ich

Wenn Alter zum Ausschlusskriterium wird
So ganz nebenbei aus aktuellem Anlass. Seit Freitag weiß ich definitv, dass ich aus Altersgründen Absagen bekomme, bzw. meine Bewerbungen nicht erwünscht sind. Ich hatte

Der Arbeitsmarkt ist kein Spaziergang. Eher eine lange Wanderung mit Wetterumschwüngen
Ich starte jeden Tag voller Elan. Die Ausrüstung sitzt, der Lebenslauf ist frisch gestutzt, das Anschreiben wetterfest neuformuliert. Auf den ersten Kilometern winken freundlich verfasste

„Der Algorithmus kennt mich nicht. Aber ich ihn (ein bisschen zumindest).“ – Über das Scheitern an Bewerbermanagementsystemen
Ich habe nichts gegen Software. Natürlich nicht. Ich arbeite täglich mit unterschiedlichen Programmen. Bin täglich Stunden im Internet unterwegs. Algorithmen geben mir oft gute Tipps

Mehr arbeiten für mehr Wohlstand? Ein Trugschluss
In Talkshows, Interviews und Wahlprogrammen hört man es jetzt wieder öfter: „Wir müssen wieder mehr arbeiten.“ Ein Satz wie aus der Mottenkiste der 50er/60er Jahre

Fortschritt durch KI und Automatisierung – aber wer profitiert am Ende?
Wir leben in der vielleicht paradoxesten aller Zeiten: Maschinen, KI, Programme denken (?), schreiben, zeichnen, übersetzen, analysieren und komponieren. Algorithmen übernehmen, was bisher nur der

Was passiert, wenn man sich selbst einstellt?
Ein Selbstversuch in gelebtem Vertrauen. Nach über hundert Bewerbungen, Absagen, Ghostings und Worthülsen wie „dynamisches Umfeld“ oder „flache Hierarchien“ stellte sich mir irgendwann die Frage:

Warum mein Lebenslauf ein Abenteuerroman ist – und kein Tabubruch
Mein Lebenslauf ist nicht allzu linear. Er ist nicht stromlinienförmig, nicht aalglatt, nicht „stringent“. Er ist: ein Abenteuerroman mit überraschenden Wendungen. Kapitel 1: Vom Meisterbäcker

Meine Bewerbung an den Zufall
Sehr geehrter Zufall (m/w/d), ich bewerbe mich hiermit um eine Chance. Vielleicht dann auch für einen Job – für eine gute Wendung, einen glücklichen Umstand

Wunschkonzert statt Wunschkandidat: Warum Jobs auch besser kuratiert werden sollten
Stellenanzeigen sind oft wie Speisekarten in Touristenrestaurants: Viel drauf – von Pizza über Schnitzel bis Chop Suey, nichts davon richtig zubreitet – und am Ende

Was wäre, wenn sich Unternehmen bei mir bewerben müssten?
Man stelle sich vor: Ich sitze gemütlich im Garten, die Sonne geht auf, der Cappuccino ist lecker, das Laptop auf dem Gartentisch, das Mailprogramm geöffnet.

Was ich in 100 Bewerbungen über Menschen gelernt habe, die nie geantwortet haben
Es heißt ja, Schweigen sei Gold. Im Bewerbungsprozess scheint es mitunter platinveredelt zu sein – so sehr wird es kultiviert. Nach über 100 versendeten Bewerbungen

Hard Skills sind wie Schraubenzieher – praktisch, aber ohne Gefühl kriegt man trotzdem nix fest
Man stelle sich vor: Jemand betritt einen Raum mit einem Werkzeugtäschchen, in der fein säuberlich sortiert alles liegt, was das Herz eines Recruiters höherschlagen lässt.

Soft Skills – oder wie ich lernte, das Kaffeeholen in ein agiles Projekt umzudenken
Es begann ganz harmlos. „Magst du uns vielleicht einen Kaffee holen, wenn du eh grad in der Küche bist?“ – „Na klar“, sagte ich. Aber

Bewerben ist ein Vollzeitjob – nur ohne Gehalt und Kantine
Man steht morgens auf wie alle anderen auch (wenn auch vielleicht manchmal etwas später). Dann ab unter die Dusche. Zieht sich was Anständiges an, obwohl

Die wundersame Kunst des Bewerbungsschreibens – oder warum niemand so spricht, wie er schreiben soll.
Bewerbungsschreiben sind eine seltsame Angelegenheit. Sie ähneln höflichen Erpresserbriefen: „Sehr geehrte Damen und Herren, bitte schenken Sie mir Ihr Vertrauen. Ich bin unglaublich kompetent und

Mein Beruf: Übersetzer zwischen Idee und Wirkung
Die meisten Ideen kommen unfertig zur Welt. Ein bisschen wie frisch geschlüpfte Küken: putzig, aber hilflos. Und kein bisschen bürotauglich. Ich nehme diese Ideen, ziehe

Aktuelle Situation und das Mixtape zur Bewerbung 04/25
Da sitze ich nun, wie jeden Tag, weiterhin vorm Computer. Checke meine Mails nach den neuesten Jobangeboten. Checke verschiedene ausgewählte Unternehmen nach der Möglichkeit für

Jobsuche ist irgendwie (ähnlich) wie Dating – nur mit weniger Kerzenschein
Jobsuche ist wie Dating. Nur dass niemand deine Lieblingsplatten hören will, sondern fragt, ob du auch Jira, Asana kannst und ob du mit der Creative

Meine Tageskarte – einmal ToGo bitte, danke.
Tagesangebot aus dem Hause scribbs.de: Vorspeise: 25 Jahre Erfahrung in Mediengestaltung und Projektmanagement. Digital. Print. Konzeption. Verfeinert mit einer Prise Selbstironie. Hauptgericht: Digitale Medienkampagnen, kreative

Überqualifiziert? – Erfahrung als Hindernis?
„Sie sind überqualifiziert.“ Ein Satz, der klingt wie ein Kompliment, aber eigentlich bedeutet: „Wir wissen nicht, was wir mit Ihnen machen sollen.“ Doch was ist

Projektmanager sind die heimlichen Dompteure des Alltagszirkus.
Projektmanager sind die stillen Helden des Chaos. Während alle panisch „Wir brauchen das bis gestern!“ rufen, stehen sie da, mit einer Tasse lauwarmem Kaffee und

Mein Leben in Playlists.
Es gibt ja Menschen, die hören Musik so nebenbei. Ich nicht. Ich höre Musik so, wie andere Menschen Romane lesen: mit voller Aufmerksamkeit und der

Ist das jetzt Kunst oder kann das weg?
Neulich stand ich vor einer meiner eigenen Arbeiten (scribbs). Nicht zum ersten Mal, aber in genau dem Blickwinkel, in dem man sich fragt: Ist das

Mediengestaltung ist wie ein guter Wein – und nicht jeder Wein ist gut.
Wenn man jemanden fragt, ob er gutes Design erkennt, sagen die meisten ja. So wie alle auch behaupten, dass sie einen guten Wein von einem

KI, denk für mich – oder doch nicht?
Es ist ja nicht so, dass ich etwas gegen Künstliche Intelligenz hätte. Sie ist ein nettes Haustier: kann Befehle ausführen, lernt schnell, sabbert nicht. Aber

Wie man aus der Zeit fällt – und warum das nicht schlimm ist.
Es gibt ja diesen Moment, in dem man merkt, dass die Welt an einem vorbeigezogen ist, während man nur kurz die Schnürsenkel neu gebunden hat.

Einstieg ins Pixeluniversum. Teil 2
Genug von der Arbeit, die ist schließlich nicht alles! Was macht mich aus? Was tue ich privat, wenn die Arbeit getan ist. Hier ein kleiner

Einstieg ins Pixeluniversum. Teil 1.
Lebensläufe sind wie Kaffeetassen in einer schlechten Kaffeebar – sie tun so, als könnten sie die Komplexität des Lebens auf eine DIN-A4-Seite pressen, während sie

Innenleben2222 : 1. Erkenntnisgewinn
Erkenntnissgewinn. Leben zieht. Zieht vorbei. Lebt irgendwo anderswo. Ohne mich. Und schon ist es 2022. Erkenntniss wird nicht gewonnen. Sie muss entstehen. Aus Gedanken. Richtig

Innenleben2222 : 2. Lose Fetzen
Lose Fetzen. Von Gedanken. Schwirrend. Unruhig. Durcheinander. Hin und her. Zick Zack. Kein Zusammen. Kein Richtig. Ziellos. Sinnlos. Irgendwie. Doch wiederkehrend. Einzelne Teile ohne Summe.

Innenleben2222 : 3. Leben leben
Leben leben. Liebe lieben. Gefühle fühlen. Träume träumen. Gedanken denken. Gewagtes erwägen. Altes erneuern. Gewohntes entwöhnen. Aktionen aktivieren. Gestopptes starten. Erwägtes wagen. Unmögliches ermöglichen. Verspanntes

Innenleben2222 : 4. Impulse erwachen
Impulse erwachen. Pulsieren. Wohlig wabernd. Wärmend. Punktiert. Erfreuend. Gedanken sortierend. Struktur. Lockerung. Gebend. Plötzlich hoffend. Tuend. Trendig kursierend. Impulsiv. Lebendig. Auflebend. Sehend. Aktivierend. Lösend. Berichtigend.

Gegenüber in der Lobby
Man stelle sich folgendes vor. Eine Regierung eines Industriestaates, bestehend aus Ministern, die jeweils für verschiedene Ressorts zuständig sind. Vom Volk demokratisch gewählt und bezahlt,

Das tolle Land
Man stelle sich folgendes vor. In einem Land am Ende der Welt, gibt es Menschen, die für viel weniger Geld Ihre Arbeit machen als wir.

Helm über Kopf
Man stelle sich folgendes vor. Ein Fahrradfahrer fährt Fahrrad. In der Stadt. Auf dem Radweg. An parkenden Autos vorbei. Plötzlich öffnet sich direkt vor dem

Wolken ziehen vorbei
Die Wolken am Himmel wirken wie an unsichtbaren Fäden aufgehängt. Oder wie auf eine nicht sichtbare Fläche aufgesetzt. Aufgereiht wie sortiert. Ein schönes Moment. In

FahrradFest2
Laura geht Eis essen. Ist mit dem Rad dort. Sie macht das FahrradFest. An einem Geländer nahe der Eisdiele. Sie holt sich ein Eis –

Leben
Ist es nicht ein Wunder? Das Leben! Das wir leben. Leben beginnt. Das Herz schlägt. Pumpt Blut durch unseren Körper. Wir denken, reden, lieben, führen

Nachwelt
Wie sieht es eigentlich in der Nachwelt aus? Oft wird von ihr gesprochen. Gerne hinterlässt man etwas für sie. Oft etwas Schönes. Kunst. Musik. Eine

Zu lange Langeweile
An einem dieser Tage, an denen die Zeit stillzustehen scheint, an denen man sich nach Freiheit sehnt. Danach, nur das zu tun, was man wirklich

Der Kontrollör
Es gibt Menschen, die kein Leben haben. Die deshalb anderen deren Leben missgönnen. Die in ihrer eigenen, kleinen, traurigen Welt vegetieren und selbst nicht erkennen,

Menschnisieren oder: Der Comput.
Gebrochen das Wort. Technisiert duckst du dich zum Computer hin, startest ihn, wenn er nicht ohnehin dauerläuft. Wie Kleideranziehen. Unterhose, Socken, Hemd, Computer. Draußen Garten,

Blockade
Verschiedene Arten von ihr sind uns bereits bekannt. Sie können auftreten bei Demos, Hausbesetzungen, Vorstellungsgesprächen, auf Straßen und in Gewerkschafts-sitzungen. Und in Köpfen. Im Moment,

Fahrradfest1
Waren gestern Abend in der Altstadt. Ich kam aus Wiesbaden mit dem Zug,Ralf mit dem Fahrrad direkt von der Arbeit. Nach einem Bier mit Aussichtund

Schirm
Es regnet mal wieder. Es ist April. Mal Sonne, dann wieder Regen, wieder Sonne. Und so weiter. Ganz normales Aprilwetter also. Da der Mensch nicht

Augenschein
Jeder sollte ihn haben. Den Augenschein (Gedanke: Was ist mit dem Sonnenschein?). Und – nein – dazu muss man nicht zum Optiker seines Vertrauens oder

Was wären wir
Viele graue Gewitterwolken am wolkenlosen Himmel. Regen prasselt auf die Welt an diesem trockenen und heißen Wintertag. Der Neuschnee häuft sich bei 36°C zu schweißtreibenden

800 Km
Noch 800 Kilometer, quer durch Spanien. Er hatte sich entschieden diese Pilgertour zu unternehmen, da er das Gefühl hatte etwas ändern zu müssen. Für die

Aufgewacht
Sie schreckte auf. War gerade eingeschlafen. Zwei Uhr früh zeigten die LED’s der Radiouhr an. Wenn Sie nicht geträumt hatte, ist gerade ein Schuss gefallen

Reflexion
Löwen erzählen keine Witze. Oder kann sich jemand daran erinnern jemals einer Szene beigewohnt zu haben, in der ein Rudel Löwen in der Kalahari sich

Wüste
In der Wüste herrschte große Stille. Das eben, was in Wüsten des öfteren herrscht. (Sinnfreier Einwurf: Die Stille als Herrscher). Bleibt die Frage, ob auch

Kreislauf
Als die Zeit noch Beine hatte. Als das Wesen noch grün war, die Sonne noch traut, begab es sich, dass geschah was geschah. Passieren war

Möglichkeiten
Regenpeitschen schlugen ihm ins Gesicht. Ansonsten tat das eher seine Frau, wenn sie einen schlechten Tag und wieder mal zu viel Wein getrunken hatte, was

Schlangenlang
Zwischen Bangen und Hoffen. Zwischen Wunsch und realem Denken. Zwischenzeitlich abwartend. In der Warteschlange. Nur wofür stellt sie sich an? Was wird am Anfang der

Aufruhr
Sie schreckte auf. War gerade eingeschlafen. Zwei Uhr früh zeigten die LED’s der Radiouhr an. Wenn Sie nicht geträumt hatte, ist gerade ein Schuss gefallen