Nachdem ich eine hervorragend ausgearbeitete Bewerbung an mich selbst geschickt hatte, lud ich mich, natürlich, gleich zu einem Vorstellungsgespräch ein.
Ich war pünktlich. Sogar überpünktlich. So wie immer. Ich hatte mich vorbereitet. So wie immer. Ich hatte auch ein bisschen Angst vor mir. Kommt vor.
Der eine von uns war analytisch, strukturiert, hatte Fragen zu Lebenslauf, Projektverantwortung und Softwarekenntnissen. Der andere war neugierig, ungeduldig, ein bisschen unkonventionell. Wir tranken imaginären Filterkaffee. Keiner von uns mochte ihn besonders.
Ich fragte mich, wie ich mit Druck umgehe. Ich antwortete: Ich mache Kunst. Und lebe noch. Ich fragte mich, wie ich mit Teams arbeite. Ich antwortete: Mit Humor, mit Überzeugung – und manchmal mit Keksen. Ich fragte, ob ich wirklich bereit bin für etwas Neues. Ich antwortete nicht. Ich schaute nur lange zurück. Und dann nach vorn.
Am Ende stand fest: Ich würde mich einstellen. Ohne Zweifel. Jetzt suche ich nur noch den richtigen Job für mich – draußen, in der echten Welt. Einen Job, der genauso viel von mir will, wie ich zu geben habe.

















































