Heute hatte ich ein Bewerbungsgespräch. Mit mir. Schon wieder.
Ich war pünktlich. Ich war vorbereitet. Ich war nervös. Aber nicht allzu sehr. (Die HR-Version von mir ist manchmal unberechenbar.)
Zuerst die übliche Frage:„
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“ Ich antwortete: „In Lohn und Brot, mit gelegentlicher Hoffnung.“ Sie/Er notierte: „Realist. Schwierig.“
Dann wollte die Führungskraft in mir wissen:
„Was motiviert Sie, gerade bei uns zu arbeiten?“ Ich sagte: „Weil ich weiß, was ich kann. Und weil mich sonst niemand will.“ Sie/Er lächelte mild. „Ehrlich. Gefährlich.“
Die Atmosphäre war angenehm absurd. Ich lobte meine Kreativität, erwähnte meine Erfahrung, verwies auf meine Vielseitigkeit und meine extreme Zuverlässigkeit. Ich war ein guter Kandidat. Vielleicht der beste, den ich je hatte.
Am Ende schaute ich mich selbst ernst an und sagte:
„Wir würden Sie gern einstellen. Aber leider wurde die Förderung abgelehnt.“ Kurze Pause. „Außerdem suchen wir jemanden, der noch 38 Jahre bleibt.“
Ich verabschiedete mich höflich, versprach, mich weiterhin selbst im Auge zu behalten, und ging zurück in den Flur der nervigen Ungewissheit.
Vielleicht bewerbe ich mich nächste Woche als Außenstelle meiner selbst. Oder ich gründe ein eigenes Arbeitsamt. Mal sehen, ob ich mich dafür qualifiziere.
















































