Ich habe mittlerweile so viele Bewerbungen geschrieben, dass sich montag morgens InDesign schon von alleine öffnet. Der Lebenslauf kann sich inzwischen selbständig optimieren.
Und meine Motivation? Hat sich neulich krankgemeldet.
Ich habe mich als Mediengestalter beworben. Als Projektmanager. Als Art Director. Als Konzeptentwickler, als UX-Mitmacher, als Kommunikations-Allrounder mit Verstand und Kaffeevorrat.
Ich habe mich klassisch beworben, kreativ, charmant, sachlich, laut, leise, schräg.
Sogar auf einen Job in Hamburg, Kiel und Düsseldorf mit hoher Umzugswahrscheinlichkeit (Spoiler: nicht mal da kam was zurück).
Ich bin 60. Also zu jung für Rente, zu alt für Algorithmen. Und irgendwie langsam ratlos. Nicht talentfrei, nicht faul, nicht weltfremd – aber trotzdem … schon viel zu lange in der Warteschleife. Der Ton läuft in Dauerschleife: „Bitte haben Sie noch etwas Geduld.“
Hat jemand von euch noch eine Idee? Etwas, das ich noch nicht versucht habe? Eine Firma, die Menschen sucht, die denken können – auch ohne ATS-Filter? Eine Stelle, ein Kontakt, ein Gedanke?
Ich bin offen. Für Tipps, für Austausch, für Kaffee. Oder einfach für ein Zeichen, dass es da draußen noch Menschen gibt, die gute Leute einstellen – und nicht nur perfekte Lebensläufe.
Danke fürs Lesen. Ich mach jetzt erstmal einen Spaziergang mit meiner Geduld und geh Mangold gießen im Schrebergarten.
















































