Notizen aus der Warteschleife – Folge 4: Die Kunst, nicht durchzudrehen.

Nach der Bewerbung folgt das Warten. Auf Rückmeldungen, auf Einladungen, auf den einen Anruf. Auf den Moment, in dem der Lebenslauf plötzlich „genau das ist, was wir suchen“. Und man nicht als senil angesehen wird. Man wartet. Und währenddessen dreht sich das Gedankenkarussell im Kreis. Zu oft, zu schnell, zu wirr.

Man wird zum Experten für (Standard)Absagen in freundlichem Ton. Zum Archäologen des eigenen Arbeitslebens. Zum Jongleur mit Motivationsanschreiben.

Zwischendurch malt man ein Bild. Oder einen Plan. Oder sieht sich selbst in einem Büro in Hamburg mit Blick auf den Hafen oder in Kiel mit Blick auf die Förde oder in Wiesbaden mit Blick auf den Rhein. Man bleibt dran – auch jetzt im Sommerloch. Und fragt sich: Wie kann es weitergehen?

Die Antwort ist: vielleicht anders (das Wie suche ich noch). Vielleicht lauter. Vielleicht bunter. Vielleicht extremer. Vielleicht mit einem Paukenschlag. Oder ganz leise, mit einem Klick zur richtigen Zeit.

Ich bin jedenfalls da. Für Projekte, die Spaß machen. Für Teams mit Herz und Verstand. Für Chefs, die Ihren Job beherrschen. Für Ideen, die nicht nach Buzzword riechen.

Wenn du jemanden kennst, der jemanden kennt, der genau so jemanden sucht – es kann losgehen. Gewartet habe ich schon viel zu lange.

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