Notizen aus der Warteschleife – Folge 6: Bewerbung 4.0 (Beta-Version)

Ich habe gelernt, dass man sich heute nicht einfach nur bewirbt. Man „pitcht sich“. Man „bringt sein Why auf den Punkt“. Man „verkauft seine Brand in 3 Slides“. Und wer das nicht kann, hat halt kein „Growth Mindset“.

Früher hat man gefragt: „Was haben Sie gelernt, was haben sie gearbeitet?“ Heute fragt man: „Was ist Ihr Purpose, Ihre Superpower und Ihre KI-Strategie im agilen Flow-Zyklus?“

Dabei denke ich über mich: „Ich bin zuverlässig, erfahren, kreativ, neugierig, menschlich, humorvoll, motiviert – reicht das nicht?!“ Antwort: Kommt drauf an, wie du es verpackst. Ob du’s in Pastellfarben und einer Canva-Präsentation übergibst. Oder mit einem YT-Video. Oder mit Buzzword-Kleber beklebst, bis es klingt wie ein Social-Media-Post von einer Zahnpasta-Marke.

Aber: Ich bin dran. Ich probier Neues aus. Ich geh raus mit meinen Gedanken. Ich höre zu. Ich frage nach. Ich arbeite daran, sichtbar zu werden – auch wenn das nicht meine Lieblingsdisziplin ist.

Und ich frage nochmal in die Runde: Was würdet ihr tun, wenn ihr so viel Erfahrung habt wie ich – aber das System lieber Young Potentials mit NextGen Workforce Enablement unter Berücksichtigung von GenZ-DNA einstellt?

Ich nehme alles: Ideen, Jobs, Rückmeldungen, Ironie, Hoffnung. Und vielleicht ein kleines Wunder.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner