Notizen aus der Warteschleife. Folge 17: 18 Monate Arbeitslosigkeit – ein (erstes) Resümee.

18 Monate ohne Job – höchste Zeit für eine Zwischenbilanz.

Kennzahlen (inoffiziell):

  • Bewerbungen verschickt: 225+
  • Ghostings: viele
  • Standardabsagen: viel zu viele
  • Zusagen: keine (bis jetzt)

Erworbene Zusatzqualifikationen:

  • Bürgergeldmanagement (Level 3, fast Endgegner)
  • Erhöhte Frustrationstoleranz (Stressresistenz-Level: Endgegner)
  • Optimierung von Bewerbungsprozessen (Version 1.0 bis 47.3 getestet)
  • Networking im Survival-Modus
  • Kaffeeverkostung für Fortgeschrittene (Filter, Pad, Siebträger – blind erkennbar)

Soft Skills:

  • Geduld im Übermaß
  • Resilienz als Dauer-Plugin
  • Humor, sonst geht’s nicht


Fazit: Arbeitslosigkeit ist kein schöner Kurs, aber ein lehrreicher. Man lernt über Systeme, über Menschen – und sehr viel über sich selbst. Nur: Im Lebenslauf taucht dieser Crashkurs nirgends auf. Man sieht dann nur diese blöde Lücke.

Vielleicht sollte ich ihn einfach als Projekt verbuchen: „Selbstmanagement in Extremsituationen – noch nicht ganz erfolgreich abgeschlossen.“

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