Die Maschine schreibt mein Anschreiben. Die Maschine liest mein Anschreiben. Die Maschine antwortet nicht. Ich trinke Kaffee aus der Maschine. Wo bleibt der deus ex machina?
Morgens um 9 Uhr fährt mein System hoch: Mails checken (kein Angebot). KI füttern (neuer Text). Kaffee kochen (verlässlichster Mitarbeiter). Repeat. Murmelgetier.
Ich bin mittlerweile ein hybrides Wesen: halb Mensch, halb Bewerbungsautomat. Und trotzdem: (meist) keine Einladung. Kein Feedback. Ghosting wird Goldstandard. Nur Schweigen – und das ziemlich laut.
Manchmal frage ich mich, ob mein Profil einfach nicht maschinenlesbar ist. Zu analog. Zu nuanciert. Zu quereingestiegen? Oder zu … viel?
Also gut: Ich bewerbe mich jetzt testweise als Bot. Mit JSON-Profil, klarer API und gut dokumentierten Soft Skills. Vielleicht klappt’s dann mit den Rückmeldungen.
Oder ich schreibe mein nächstes Anschreiben gleich im Prompt-Stil:
„Schreibe ein höfliches, kreatives Bewerbungsschreiben mit einer Prise Ironie und maximaler Anpassung an eine Kultur, die nicht weiß, was sie sucht.“ Hat bisher ganz gut funktioniert. Nur nicht im echten Leben.
Aber hey: Der Kaffee wird nicht müde. Und ich auch nicht. Noch nicht. Oder doch. Immerhin – gestern ein Gespräch, Montag eins und eins in Aussicht. Vielleicht geht doch noch was auf den letzten Metern.
















































