Gute Teams brauchen Unterschiede. Keine Kopien.
Manchmal lese ich diese Stellenanzeigen, in denen steht: „Wir suchen ein homogenes, perfekt eingespieltes Team. Jung und dynamisch“
Und ich denke:
Herzlichen Glückwunsch, ihr wollt einen Chor, aber ohne die tiefen Stimmen.
Ein Team nur aus gleichen Menschen ist wie:
Ein Orchester nur aus Flöten,
eine Küche ohne Salz,
ein Fußballteam nur aus Torhütern,
oder ein Orchester, in der alle Triangel spielen
(klingt harmonisch, aber niemand kommt zum Konzert).
Die Wahrheit ist doch, gute Teams sind Mischungen. Unterschiedliche Gewürze. Mit verschiedenen, evtl. auch seltenen Kräutern. Chaos mit Struktur. Free Jazz mit Terminen.
Man braucht die Wilden, die Ruhigen, die Älteren, die Jungen, die Visionären, die Pragmatiker, die Nerds, die Diplomaten. Und die drei, die alles zusammenhalten, wenn das Projekt mal wieder brennt (wir kennen diese Tage).
Ich habe in meinem Leben sowohl mit Menschen gearbeitet, die frisch aus dem Studium kamen, als auch mit Kollegen, die schon Projekte gemanagt haben, als ich noch dachte, Asana sei ein Käse aus Frankreich oder KPI eine Partei in Italien.
Und eines habe ich gelernt:
Der Wert eines Teams entsteht nicht aus Gleichheit, sondern aus Reibung, Erfahrung, Neugier, Humor und Respekt.
Ein Team, das aus Unterschieden besteht, kann sich gegenseitig ergänzen, korrigieren, inspirieren und manchmal retten.
Ja, Unterschiede machen vielleicht manchmal Arbeit. Aber sie lohnen sich. Sie machen auch Qualität. Und genau deshalb funktionieren sie besser als Monokulturen.

















































