In den vergangenen Monaten musste ich leider feststellen, dass ich anscheinend zu einer seltenen Spezies gehöre:
Ich bin 61 und… noch da. (Sorry, dass ich noch atme 😉
Lebendig, neugierig, leistungsfähig, denkfähig, sogar humorvoll. Fast schon verdächtig.
Es ist faszinierend:
Die Unternehmen und Agenturen scheinen zu glauben, Erfahrung und Einsatzbereitschaft würde ab einem gewissen Alter spontan verdampfen. Wie das Nudelwasser, dass man aufgestellt und dann vergessen hat.
Plötzlich ist da nur noch: „zu seniorig“, „zu erfahren“, „zu viel Vergangenheit“, „zu teuer“. Als ob man mit 45+ zu einer Art angegammeltem Museumsobjekt mutiert. Dabei könnte man auch anders draufschauen.
Vielleicht ist nicht der Mensch alt.
Vielleicht ist nur der Blickwinkel seltsam auf jung fixiert.
Zu jung, um zu erkennen, dass neugierige Köpfe nicht ablaufen wie Joghurt.
Zu jung, um zu verstehen, dass Erfahrung kein Ballast ist, sondern ein Navigationssystem.
Und zu jung, um zu ahnen, dass Kompetenz kein Ablaufdatum hat.
Denn das wirklich Spannende ist ja:
Menschen, die länger unterwegs sind, haben mehr Strecken gesehen. Mehr Umwege. Mehr Sackgassen. Und wissen, wo sich der Asphalt nachts heimlich löst.
Ich weiß inzwischen:
Ich bin nicht das Problem.
Ich bin die Lösung, die einfach nicht erkannt wird.
Also bleibe ich sichtbar, sag hallo, poste Kunst, schreibe, denke, entwickle mich weiter. Weil Neugier keinen Altersfilter kennt. Also Filter aus, auch im Kopf und Augen auf.
Ich bin definitiv nicht zu alt.
Ich bin komplett einsatzbereit.
Nur eben nicht im 22-jährigen-Demo-Modus.

















































