Ich bekomme sie regelmäßig. Sie sind so höflich wie ein gelangweilter Fahrkartenkontrolleur und so informativ wie ein leerer Zettel: „Leider hat es nicht gepasst …, … dies ist keine persönliche Abwertung …“
Aha. Aber warum eigentlich nicht? War ich zu qualifiziert? Zu wenig qualifiziert? Hatte ich den falschen Font im Lebenslauf? Was hat dem Recruiter nicht gefallen, was hätte ich tun können um Gehör zu finden, welches Buzzword hat dem ATS gefehlt? War es ganz einfach, unabhängig von meiner Expertise, das Alter? Oder war einfach der Kaffee im HR-Büro an dem Tag zu stark?
Es bleibt im Dunkeln. Manchmal habe ich das Gefühl, Standardabsagen sind wie Horoskope: Sie klingen plausibel, aber sagen eigentlich nichts.
Was schade ist – denn ohne Feedback weiß man nicht, ob man gerade ein Picasso oder ein Strichmännchen abliefert.
Liebe Recruiter: Traut euch doch mal. Zwei Sätze mehr, ehrlich, konkret. Das spart am Ende allen Beteiligten Zeit – und vielleicht auch Nerven.
Bis dahin sammle ich weiter Absagen. Sie sind inzwischen zahlreicher als meine LinkedIn-Kontakte!
















































