Jetzt kommt auch noch der Literat in mir durch. Innenbetrachtungen zur aktuellen Lage, 1. Teil:
An einem dieser Tage, an denen die Zeit stillzustehen scheint, an denen man sich nach Freiheit sehnt. Danach, nur das zu tun, was man wirklich tun möchte und nicht bei schönstem Wetter am Schreibtisch zu Hause auf eine Jobzusage zu warten; sondern ganz einfach frei zu sein, in dem was man tut, kam mir ein Gedanke.
Im Homeoffice zwar, dennoch die durch die Rollolamellen durchscheinenden Strahlen der Sonne im Gesicht, dadurch unfähig der Anzeige des Monitors zu folgen, konnte ich nicht anders, als, wie so oft, über mein aktuelles Dasein nachzudenken. 18 Monate arbeitssuchend. 19 zuviel. Mindestens. So mein Empfinden. Aber immer noch dran. Unverändert. Kein Job in Aussicht. Keine passenden Angebote. Stillstand und Langeweile. Stress durch Unterforderung. Der Bore Out winkt dezent.
Unfähig zur Reaktion. Bisher. Jetzt kann ich noch wählen was zu tun ist. Reagieren. Agieren. Noch ist es nicht soweit, dass die Psyche komplett blockiert. Aber das scheint nicht mehr allzu weit weg zu sein. Ich denke an Ausstieg, Auszeit, Veränderung. Natürlich an einen neuen Job (nur erstmal finden), vielleicht auch eine neue Stadt oder sogar ein neues Land. Neue Menschen. Neues eben. Anderes. Nur nicht dieser ewig gleiche Trott, der langsam aber stetig nervt. Irgendwie verstört. Im System gefangen. Ausbrechen, aber wie?
Diese Gedanken zirkulieren in meinem Kopf. Finden keinen Halt. Es entstehen keine Antworten, keine Lösungen. Die Gedanken finden kein Ziel, können nicht weitergedacht werden. Bleiben unverarbeitet. Unverändert sinnlos. Wiederholen sich. Endlosschleife.
Die Gedanken kreisen immergleich: »Was soll ich tun?«, »Was kann ich besser machen?«, »Was kann ich ändern?« Ein paar einfache Antworten gäbe es. Doch dafür fehlt das Geld. Oder der Mut. Einfach aufhören, nix mehr machen? Was soll das dann bringen?
… tbc. (Teil 2 am Freitag)
















































