Notizen aus der Warteschleife. Folge 13: Warum gute Gestaltung nicht laut sein muss.

Das beste Design ist das, das man gar nicht bemerkt. Es funktioniert einfach. Es nervt nicht. Es flüstert – und wird trotzdem verstanden.

Wir leben in einer Welt, in der vieles schreit: grelle Farben, blinkende Buttons, Marketing-Slogans mit fünf Ausrufezeichen. Dabei ist gute Gestaltung wie ein guter Gastgeber: Sie tritt zurück, damit der Inhalt glänzen kann. Kein unnötiges Getöse, keine Effekthascherei – nur Klarheit, Präzision und ein Gefühl, das bleibt.

In meiner Arbeit als Mediengestalter und Projektmanager habe ich oft erlebt: Die besten Lösungen sind die, die wirken, ohne sich aufzudrängen. Die Navigation, die intuitiv funktioniert. Das Layout, das nicht ablenkt. Der Workflow, der einfach fließt.

Gute Gestaltung ist wie ein guter Whisky oder ein perfekter Satz: Man kann nicht immer erklären, warum er so gut ist – aber man spürt es sofort.

Und ja, manchmal darf Gestaltung auch laut sein. Aber nur, wenn es einen guten Grund gibt. Denn leise Qualität hält länger als jeder laute Trend.

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