Projekttitel: Überleben.
Projektdauer: schon viel zu lange.
Budget: Kaffeemaschine, ALGI + II, Erwartungen, Hoffnung. Projektleitung: Ich – noch ohne Team.
Ich bin Projektmanager. Und gerade ohne Projekt. Oder besser gesagt: Mein aktuelles Projekt bin ich selbst. Ein multidisziplinäres Langzeitexperiment in Effizienz, Selbstmotivation und der Kunst, morgens aufzustehen, obwohl man eigentlich nicht müsste.
Projektstrukturplan (PSP):
- Recherche: Wer sucht gerade Menschen wie mich?
- Bewerbung: Wie schreibe ich das 301. Anschreiben ohne existenziellen, kognitiven Kollaps?
- Optimierung: Profil schärfen, Rumtelefonieren, Mut behalten, Hoffnung recyceln.
Risikomanagement:
- Rückschläge? Eingeplant.
- Ghostings? Inklusive Pufferzeit.
- Frust? Wird in kreativen Output umgewandelt.
Stakeholder-Kommunikation:
- Wöchentliche Berichte an die Projektleitung.
- Regelmäßige LinkedIn-Updates (halb Therapie, halb Guerilla-Marketing).
- Kommunikation mit mir selbst: täglich, schwankend.
Mein Fazit nach Monaten im Projekt „Jobsuche“: Ich bin hervorragend darin, mich zu organisieren, Prozesse zu optimieren und die Kontrolle zu behalten – auch wenn die Realität manchmal kein Pflichtenheft kennt. Die Resilienz hält.
Was ich suche? Ein echtes Projekt. Mit echten Menschen, echten Aufgaben, echter Wirkung. Bis dahin: Weiter im Text. Weiter im (oder auch ohne) Plan. Weiter in der Spur.
















































